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Blog · GoBD

GoBD in der Praxis - was Prüfer wirklich sehen wollen

Die Theorie kennen viele. Aber was passiert in einer echten GoBD-Prüfung? Wir berichten.

Hanware Redaktion 6 Minuten Lesezeit

Punkt 1: Die Verfahrensdokumentation

Wenn der Prüfer kommt, ist sie das Erste, wonach er fragt: eine schriftliche Beschreibung Ihrer digitalen Prozesse vom Beleg bis zur Aufbewahrung. Fehlt sie, verlieren auch sauberste Daten an Beweiskraft - und der Prüfer ist gleich misstrauisch.

Das gehört hinein:

  • Wer erfasst was und wann?
  • Wo wird gespeichert?
  • Wie lange wird aufbewahrt?
  • Wie sieht das Berechtigungskonzept aus?
  • Welche Schnittstellen gibt es?
  • Wie werden Belege archiviert?

Punkt 2: Unveränderbarkeit

Ein gebuchter Beleg darf nicht spurlos verändert werden. In Hanware Business heißt das: Jedes Storno wird als neuer Beleg mit Referenz auf den ursprünglichen geführt. Der ursprüngliche Beleg bleibt unverändert. Bei E-Rechnungen ist das XML-Original im DMS abgelegt.

Punkt 3: Zeitgerechte Buchung

„Zeitgerecht“ heißt in der Sprache der GoBD: in der Regel innerhalb von 10 Tagen nach Beleganfall. Wer Monate nachträglich bucht, bekommt Probleme - gerade bei Kassenbelegen mit TSE-Zeitstempel ist das sofort sichtbar.

Punkt 4: Datenzugriff Z1, Z2 und Z3

Bei der Prüfung darf der Prüfer eine von drei Zugriffsarten wählen:

ArtBezeichnungWas das bedeutet
Z1Unmittelbarer ZugriffDer Prüfer sitzt vor Ihrem System und liest selbst.
Z2Mittelbarer ZugriffSie erstellen ihm die gewünschten Berichte.
Z3DatenträgerüberlassungSie geben ihm eine DSFinV-K- bzw. GoBD-Datei mit.

Hanware kann alle drei.

Punkt 5: Aufbewahrungsfristen

Buchungsbelege 10 Jahre, Handelsbriefe 6 Jahre - jeweils elektronisch unveränderbar. Hanware DMS legt alle Belege im Format PDF/A-3 mit Prüfsumme ab.

Wo die meisten Mittelständler scheitern

Unser Erfahrungswert aus über 50 begleiteten Prüfungen:

4 von 10 Betrieben

haben keine Verfahrensdokumentation.

3 von 10 Betrieben

lassen ihre Excel-Listen mit Forderungen unprotokolliert.

Fast jeder zweite Gastronom

hat in den ersten TSE-Wochen Vorgänge verloren, weil das Zusammenspiel zwischen Kasse und TSE nicht sauber war.

Was Sie tun sollten

  1. Verfahrensdokumentation erstellen (eine Vorlage stellt Hanware gern bereit)
  2. Jährlich aktualisieren - Datum vermerken, Verantwortliche eintragen
  3. Einmal pro Quartal einen DSFinV-K-Test machen - die Datei einlesen lassen
  4. Mitarbeiter schulen - was darf wer ändern, was nicht

Fazit

In der Prüfung zählen fünf Punkte: Verfahrensdokumentation, Unveränderbarkeit, zeitgerechte Buchung, Datenzugriff und Aufbewahrung. Wer die Dokumentation aktuell hält, den Export regelmäßig testet und seine Mitarbeiter schult, geht vorbereitet in die Prüfung.

Sie wünschen eine Verfahrensdokumentation?

Wir liefern Ihnen eine Vorlage, die zu Hanware passt.

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