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Werkzeuge der Finanzbuchhaltung
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Stand: 18.10.2026 · Alle Handbücher

Werkzeuge der Finanzbuchhaltung

Schulungsvideo ansehenWerkzeuge und neue Auswertungen der Finanzbuchhaltung Schritt für Schritt erklärt · 5,8 Minuten · öffnet sich mit einem Klick

Kontenaktualisierung, Kontenzuordnung für den Steuerberater, Import von Buchungsdaten, Dialogbuchen mit Belegbild, Anlagenverwaltung mit AfA-Lauf, Budget und Liquiditätsvorschau, Auswertungsaufbau, Saldenvorträge, Berichtspakete, Jahreswechsel und Konten-Assistent - dazu die Auswertungen USt-Plausibilität, Umsatzsteuer-Jahreserklärung, Dauerfristverlängerung, Kennzahlen, Rating-BWA, Kostenstellen, Anlagenspiegel und Plan/Ist.

1. Überblick und Bedienung

Alle Werkzeuge liegen im Menü Finanzbuchführung unter dem Jahresabschluss. Sie öffnen dasselbe Fenster in verschiedenen Ansichten - der Aufbau ist immer gleich:

Titel und Erklärung der Ansicht Feld 1 … Feld 4 Feld 5 … Feld 8 Feld 9 … Feld 12 Auswahlfelder, Haken Neu Speichern Löschen Aktion 4 Aktion 5 Aktion 6 Liste (Klick = Zeile in die Felder laden, Doppelklick = Hauptaktion) Details zur gewählten Zeile · unten links die Statuszeile mit dem Ergebnis
  1. Oben stehen die Eingabe- bzw. Anzeigefelder der Ansicht. Graue Felder zeigen nur an, weiße Felder nehmen Eingaben an.
  2. Die Knöpfe unter den Feldern lösen die Aktionen aus: grün = Neu, dunkelblau = Speichern, rot = Löschen, blau = weitere Aktionen. Die Beschriftung sagt, was passiert.
  3. Die obere Liste zeigt die Datensätze der Ansicht. Ein Klick lädt die Zeile in die Felder, ein Doppelklick führt die Hauptaktion aus (z. B. Vergleichen, Paket erzeugen).
  4. Die untere Liste zeigt Details (AfA-Plan, Buchungen, Konten einer Zeile, erzeugte Dateien). Ein Doppelklick auf ein Konto öffnet das Kontoblatt.
  5. Die Statuszeile unten links meldet das Ergebnis jeder Aktion. i öffnet dieses Handbuch, Schließen schließt das Fenster.
Keine Änderung an Ihren KontenKein Werkzeug ändert oder löscht Konten Ihres Kontenplans. Die Kontenaktualisierung ergänzt nur fehlende Standardkonten, die Kontenzuordnung wirkt ausschließlich in der Exportdatei für den Steuerberater.

2. Kontenaktualisierung

Kontenaktualisierung

Vergleicht den Kontenplan Ihres Mandanten mit dem Standardkontenrahmen (SKR03 bzw. SKR04). Konten, die im Standard vorhanden sind und bei Ihnen fehlen, werden aufgelistet und auf Wunsch ergänzt - mit Bezeichnung, Kategorie, Steuerschlüsseln und Zuordnung zur Umsatzsteuer-Voranmeldung.

FeldBedeutung
KontenrahmenDer in den Buchhaltungseinstellungen hinterlegte Kontenrahmen (SKR03/SKR04). Nur Standardkonten dieses Rahmens werden verglichen.
Quelle des StandardkontenplansWoher der Standard stammt: die Hanware-Vorlagendatenbank oder die mitgelieferte Standarddatei.
Konten im MandantenAnzahl der Konten Ihres Kontenplans.
Fehlende KontenAnzahl der Standardkonten, die bei Ihnen fehlen (nach „Vergleichen“).
Letzte AktualisierungWann zuletzt Konten ergänzt wurden.
KnopfWas passiert
VergleichenFüllt die Liste der fehlenden Konten (Konto, Bezeichnung, Kategorie, Unterart, Steuerschlüssel Soll/Haben, UStVA-Kennzahl, Steuer).
Markierte ergänzenLegt nur die in der Liste markierten Konten an (Mehrfachauswahl mit Strg bzw. Umschalt). Vorher kommt eine Rückfrage.
Alle ergänzenLegt alle fehlenden Konten an. Vorhandene Konten bleiben unverändert.
Kontenplan öffnenÖffnet die Kontenverwaltung, um ergänzte Konten anzusehen oder anzupassen.

Die untere Liste ist das Protokoll aller Kontenaktualisierungen (Zeitpunkt, Benutzer, Anzahl und Konten).

Wann sinnvoll?Nach einem Jahreswechsel (neue Konten im Standardkontenrahmen), wenn beim Buchen „Konto nicht im Kontenplan“ erscheint, oder wenn der Steuerberater Konten nennt, die Sie noch nicht haben.

3. Kontenzuordnung Steuerberater

Kontenzuordnung

Ihr Steuerberater führt ein Konto unter einer anderen Nummer? Dann tragen Sie hier die Zuordnung ein. Sie buchen weiter mit Ihren Konten - erst in der Exportdatei (DATEV, Lexware, Agenda, Stammdaten) wird das Konto umgeschlüsselt.

FeldBedeutung
Konto (Mandant)Ihr Konto - Sachkonto, Kunden- oder Lieferantenkonto.
Zielkonto (Steuerberater / Export)Die Kontonummer, die in der Exportdatei stehen soll.
Zielsystem„alle Exporte“ oder nur DATEV, Lexware bzw. Agenda. Eine Zuordnung für ein bestimmtes System geht einer allgemeinen vor.
Gültig von / bisZeitraum nach Buchungsdatum; leer = unbegrenzt. So können Sie eine Umstellung ab einem Stichtag abbilden.
BemerkungFreier Hinweis, z. B. „laut Steuerberater seit 01/2026“.
KnopfWas passiert
Neu / Speichern / LöschenZuordnung anlegen, ändern, entfernen. Jede Änderung wird protokolliert.
Wirkung prüfenZeigt in der unteren Liste je Zuordnung, wie viele Buchungen des laufenden Jahres betroffen sind (Doppelklick = Kontoblatt).
Konten-AssistentÖffnet den Konten-Assistenten für das eingetragene Konto.
Hauptbuch bleibt unverändertAuswertungen, Kontoblätter und Bilanz zeigen immer Ihre Konten. Nur die Exportdateien im Buchungsstapel-Fenster („Exportieren“) und im Fibu-Export enthalten die Zielkonten.

4. Buchungsdaten importieren

Buchungsdaten importieren

Übernimmt Buchungen aus einer Datei in einen neuen Buchungsstapel - zum Beispiel die Abschlussbuchungen des Steuerberaters im DATEV-Format oder eine Textdatei aus einem anderen Programm. Der Stapel wird danach wie jeder andere geprüft und festgeschrieben.

FeldBedeutung
ImportdateiPfad der Datei (über „Datei wählen“ oder eintippen). Beginnt der Dateiname mit EXTF, wird automatisch das DATEV-Profil gewählt.
ImportprofilEingebaut: „DATEV-Buchungsstapel (EXTF)“ und „Hanware / Lexware Text (Standard)“ - dazu Ihre gespeicherten Profile.
ProfilnameName beim Speichern eines eigenen Profils.
TrennzeichenSemikolon, Komma oder TAB.
Datumsformatdd.mm.yyyy (31.01.2026), yyyymmdd (20260131) oder ddmm (DATEV: 3101, das Jahr kommt aus dem Dateikopf).
SpaltenzuordnungWelche Spalte der Datei welches Feld füllt, Spalten ab 1 gezählt: Datum=2;Text=3;Gegenkonto=4;Konto=5;Betrag=6;BU=8;Belegfeld1=9. Mögliche Zielfelder: Datum, Konto (Sollkonto), Gegenkonto (Habenkonto), Betrag, SH (S/H-Kennzeichen), BU (Steuerschlüssel), Belegfeld1, Belegfeld2, Text, Kost1, Kost2.
StapelbezeichnungName des neuen Stapels; leer = „Import <Dateiname>“.
ZeichensatzANSI (Windows) oder UTF8.
erste Zeile ist ÜberschriftHaken, wenn die erste Zeile Spaltennamen enthält (DATEV: Kopf und Spaltenzeile werden automatisch übersprungen).
KnopfWas passiert
Datei wählenDateiauswahl (CSV/TXT).
VorschauLiest die Datei. Oben die Rohzeilen, unten die erkannten Buchungen mit Hinweis je Zeile („ok“ oder z. B. „Konto 4711 nicht im Kontenplan“, „Periode gesperrt“, „Betrag 0“). Die Statuszeile nennt die Anzahl der Zeilen und Hinweise.
ImportierenLegt den Stapel an und übernimmt alle Buchungen - nur, wenn keine Zeile einen Hinweis hat. Sonst bitte die Datei korrigieren (oder die fehlenden Konten über die Kontenaktualisierung ergänzen).
Profil speichern / Profil löschenEigene Spaltenzuordnung unter dem Profilnamen merken bzw. entfernen (eingebaute Profile können nicht gelöscht werden).
Kunden/Lieferanten (Importmanager)Kunden- und Lieferantenstammdaten werden über den Importmanager übernommen.
Datei und ProfilwählenVorschauHinweise prüfenImportierenneuer StapelBuchungsstapel: Prüfen,Festschreiben, Auswerten

Stapel aus DATEV-Dateien haben die Quelle „STB“ (Steuerberater), Textdateien „IMPORT“. Steuerschlüssel werden über Ihre Steuerschlüssel-Tabelle (DATEV-BU) zugeordnet; „2x“ wird als Generalumkehr erkannt. Soll-Buchungen stehen positiv, Haben-Buchungen negativ oder mit „H“.

5. Dialogbuchen und Belegbild

Buchungserfassung mit Dialogbuchen

In der Buchungserfassung gibt es zwei neue Hilfen:

Haken „Dialogbuchen (sofort festschreiben)“

Ist der Haken gesetzt, wird jede übernommene Buchung sofort festgeschrieben und bekommt ihre fortlaufende Buchungsnummer - wie beim Dialogbuchen in anderen Programmen. Eine festgeschriebene Buchung kann nur noch per Generalumkehr korrigiert werden. Die Einstellung bleibt für den Arbeitsplatz gespeichert.

Beleg

Hängt ein Belegbild (PDF, Foto, Scan) an die markierte Buchung: Datei wählen - sie wird in den Dokumentenordner der Buchhaltung kopiert. Ist schon ein Beleg hinterlegt, fragt Hanware, ob er geöffnet oder ein weiterer angehängt werden soll. Die Zeile über der Liste zeigt „… Beleg(e) hinterlegt“.

Buchungsstapel mit Hinweis

Das Fenster Buchungsstapel zeigt oben rechts seit dieser Version den Stand der letzten Prüfliste (Fehler/Warnungen) und offene Differenzen zur Warenwirtschaft - so sehen Sie beim Öffnen, ob etwas zu tun ist.

6. Anlagenverwaltung

Anlagenverwaltung

Erfassen Sie Anlagegüter mit Anschaffungswert und Nutzungsdauer. Hanware berechnet den AfA-Plan monatsgenau; der AfA-Lauf bucht die Abschreibungen in einen eigenen Stapel (AfA-Konto an Anlagenkonto). Der Anlagenspiegel zeigt Anfangsbestand, Zugänge, Abgänge, Abschreibungen und Buchwerte je Jahr.

FeldBedeutung
InventarnummerEindeutige Nummer des Anlageguts (frei wählbar, z. B. 2026-0001).
BezeichnungKlartext, erscheint im Buchungstext „AfA …“.
Anlagenkonto (Bestand)Bestandskonto im Anlagevermögen (z. B. 0420 Büroeinrichtung).
AfA-Konto (Aufwand)Aufwandskonto der Abschreibung (z. B. 4830).
AnschaffungsdatumBeginn der Abschreibung (ab diesem Monat).
Anschaffungskosten nettoAnschaffungs- bzw. Herstellungskosten ohne Umsatzsteuer.
Nutzungsdauer (Monate)Z. B. 36 für 3 Jahre, 60 für 5 Jahre.
AfA-Methodelinear · degressiv (Prozentsatz vom Restbuchwert, wechselt automatisch zu linear, sobald das günstiger ist) · GWG (Sofortabschreibung im Anschaffungsmonat) · Sammelposten (5 Jahre ab Januar des Anschaffungsjahres) · keine Abschreibung (z. B. Grundstücke).
AfA-Satz %Nur bei degressiver Abschreibung.
RestwertErinnerungswert, Vorgabe 1,00 €.
Standort, KostenstelleZur Information; die Kostenstelle wird in die AfA-Buchungen übernommen.
Eingangsrechnung (Belegnummer)Belegnummer der Eingangsrechnung - Hanware verknüpft Beleg und Lieferant.
Statusaktiv · voll abgeschrieben · abgegangen (wird automatisch gesetzt).
KnopfWas passiert
Neu / SpeichernAnlagegut anlegen bzw. ändern; beim Speichern wird der AfA-Plan neu berechnet (bereits gebuchte Monate bleiben).
LöschenNur möglich, solange keine Abschreibung gebucht ist - sonst „Abgang“ verwenden.
AfA-LaufFragt den Monat (MM.JJJJ, Vorgabe Vormonat) und bucht alle geplanten Abschreibungen bis dahin - je Monat ein Stapel „Abschreibungen MM/JJJJ“. Gesperrte Monate werden übersprungen und gemeldet.
AbgangFragt Abgangsdatum und Veräußerungserlös. Geplante Abschreibungen nach dem Abgang entfallen; der Restbuchwert wird angezeigt und ist in der Buchungserfassung gegen Ihre Abgangskonten zu buchen.
AnlagenspiegelÖffnet die Auswertung Anlagenspiegel für das Jahr.

Die untere Liste zeigt den AfA-Plan des gewählten Anlageguts: Jahr, Monat, Betrag, Restbuchwert und ob der Monat schon gebucht ist (mit Buchungsnummer).

Anlagenspiegel
Ablauf im Monat1. Neue Anlagegüter erfassen (Eingangsrechnung angeben). 2. Am Monatsende „AfA-Lauf“ für den Monat. 3. Stapel „Abschreibungen“ im Buchungsstapel-Fenster prüfen und festschreiben. 4. Beim Jahreswechsel den Anlagenspiegel drucken.

7. Budget / Finanzplanung

Budget

Planwerte je BWA-Zeile oder je Konto, wahlweise als Jahreswert oder je Monat. Die Auswertung Plan/Ist stellt Plan und Ist gegenüber und zeigt eine Liquiditätsvorschau.

FeldBedeutung
PlanjahrJahr, für das die Planwerte gelten (Liste und Vorlage beziehen sich darauf).
Planart„Budget“ (Erträge positiv, Aufwand negativ - wie in der BWA) oder „Liquidität“ (Ein- und Auszahlungen für die Vorschau).
BWA-ZeilePlanwert für eine Zeile der BWA (z. B. Umsatzerlöse, Personalkosten) - oder „Konto“, dann gilt das Feld Konto.
KontoPlanwert für ein einzelnes Konto.
Monat1-12 oder 0 für den Jahreswert.
Planbetrag nettoDer Planwert.
BemerkungFreier Text.
Vorlage: Vorjahr ± %Prozentsatz für „Vorlage aus Vorjahr“, z. B. 5 oder -10.
KnopfWas passiert
Vorlage aus VorjahrBildet für alle BWA-Zeilen Monatsplanwerte aus den Ist-Werten des Vorjahres, erhöht oder vermindert um den Prozentsatz. Vorhandene Planwerte je BWA-Zeile des Jahres werden ersetzt.
Jahreswert verteilenTeilt alle Jahreswerte (Monat 0) in zwölf Monatswerte.
Plan/Ist anzeigenÖffnet die Auswertung Plan-Ist-Vergleich.
Plan/Ist

Die Auswertung zeigt je BWA-Zeile und je Konto Plan, Ist, Abweichung und Prozent mit Bewertung („im Plan“ bei höchstens 10 % Abweichung). Die Liquiditätsvorschau rechnet: liquide Mittel + Forderungen − kurzfristige Verbindlichkeiten + geplante Einzahlungen − geplante Auszahlungen der nächsten drei Monate.

8. Auswertungsaufbau

Auswertungsaufbau

Hier pflegen Sie die Zeilen der BWA und der Gewinn- und Verlustrechnung: welche Konten in eine Zeile fließen und wie Summen gebildet werden.

FeldBedeutung
AuswertungBWA oder GuV.
ZeileNummer = Reihenfolge (z. B. 10, 20, 30 - Lücken lassen Platz für Einschübe).
BezeichnungText der Zeile in der Auswertung.
ZeilentypKonten (Zuordnung) · Summe (Formel) · Überschrift.
ZuordnungWelche Konten in die Zeile fließen - über die GuV-Gruppe der Konten, % als Platzhalter, mehrere Gruppen mit | (z. B. Umsatzerl%se, Sonstige Zinsen%|Ertr%ge aus Beteiligungen), * = alle sonst nicht zugeordneten Konten.
FormelBei Summenzeilen: Zeilennummern mit Vorzeichen, z. B. +10+20-50.
Vorzeichen1 für Ertragszeilen, -1 für Aufwandszeilen.
fett hervorhebenSummenzeile fett drucken.

Konten der Zeile zeigt unten alle Konten, die die Zuordnung trifft (Doppelklick = Kontoblatt); Vorschau Auswertung öffnet die Auswertung. Jede Änderung wird protokolliert. Gelöschte Zeilen müssen aus Formeln anderer Zeilen entfernt werden.

9. Saldenvorträge erfassen

Saldenvorträge

Beim Umstieg aus einer anderen Buchhaltung oder wenn ein Konto zum Jahresbeginn einen bestimmten Wert haben soll: Tragen Sie hier je Konto den Eröffnungswert ein. Diese Werte ersetzen beim Buchen der Eröffnungswerte den von Hanware berechneten Wert des Kontos.

FeldBedeutung
WirtschaftsjahrJahr, dessen Eröffnung (1. Tag) die Werte betreffen.
Konto, Soll, HabenKonto und Eröffnungswert auf der Soll- oder Habenseite.
Bezeichnung / HinweisZ. B. „Bank laut Kontoauszug 31.12.“.

Summen prüfen zeigt Summe Soll, Summe Haben und Differenz (die Eröffnungsbuchung gleicht über das Saldovortragskonto aus). Eröffnungswerte buchen bucht nach Rückfrage den Eröffnungsstapel des Jahres (offene Posten, Bank-/Kassenbestände und Ihre manuellen Werte); ein vorhandener, nicht festgeschriebener Eröffnungsstapel wird ersetzt. Abschluss öffnen führt zum Jahresabschluss.

10. Berichtspakete

Berichtspakete

Mehrere Auswertungen in einem Lauf als PDF - z. B. das Monatspaket für den Steuerberater oder die Bankenmappe. Drei Pakete sind vorbereitet (Monatspaket Steuerberater, Jahrespaket, Bankenmappe); eigene Pakete können Sie anlegen.

FeldBedeutung
BezeichnungName des Pakets (wird Teil des Ordnernamens).
AuswertungenKürzel mit Semikolon: JOURNAL, SUSA, USTVA, GUV, EUER, BWA, BILANZ, OPOSD, OPOSK, KENNZAHLEN, RATING, KOSTENST, ANLAGEN, BUDGET, USTJAHR, USTPLAUSI, FEHLER.
ZeitraumartMonat, Quartal oder Jahr.
Jahr, Monat/QuartalZeitraum des Laufs.
ZielordnerVorgabe: Exportordner der Buchhaltung; je Lauf entsteht darin ein Ordner „Berichtspaket_<Name>_<Zeitraum>“.

Paket erzeugen (PDF) berechnet jede Auswertung und speichert sie als PDF (nummeriert in der Reihenfolge des Pakets); die untere Liste zeigt die Dateien. Ordner öffnen zeigt den Ordner im Explorer, ZIP erstellen packt alle PDF des Laufs in eine Datei zum Versenden.

11. Jahreswechsel

Jahreswechsel

Die Schrittliste zum Abschluss eines Wirtschaftsjahres. Jeder Schritt zeigt „erledigt“ (grün) oder „offen“ (orange) mit einem Hinweis, was noch fehlt:

  1. Belege und Zahlungen der Warenwirtschaft ins Hauptbuch übernommen - keine offenen Differenzen.
  2. Alle Buchungsstapel des Jahres festgeschrieben.
  3. Prüfliste ohne Fehler (Warnungen und Hinweise werden gezählt).
  4. Abschreibungen des Jahres gebucht (Anlagenverwaltung).
  5. Umsatzsteuer-Voranmeldungen aller Monate als gemeldet gekennzeichnet.
  6. Alle Monate gesperrt (Monatsabschluss).
  7. Saldovortrag in das Folgejahr gebucht.
  8. Umsatzsteuer-Jahreserklärung und Bilanz erstellt (Jahrespaket).

Die Knöpfe führen zu den passenden Fenstern: Abschluss, Prüfliste, Anlagen / AfA-Lauf, Saldenvorträge manuell (für das Folgejahr), Bilanz. Aktualisieren prüft erneut.

12. Konten-Assistent

Konten-Assistent

Alles zu einem Konto auf einen Blick: Kontonummer eingeben oder in der Liste anklicken. Angezeigt werden Bezeichnung, Kategorie/Unterart, Steuerschlüssel Soll/Haben, UStVA-Kennzahl, Zuordnung in Bilanz bzw. GuV, Kontenart, Saldo, Anzahl Buchungen und letzte Buchung des laufenden Jahres; unten die letzten 50 Buchungen (Doppelklick = Kontoblatt).

Zwei Felder können Sie direkt pflegen und mit Zuordnung / Budget speichern sichern: das Zielkonto für den Export (Kontenzuordnung für alle Systeme) und das Budget des laufenden Jahres (Jahreswert). Die Stammdaten des Kontos selbst ändern Sie über Kontenplan (Stammdaten).

13. Neue Auswertungen

Im Fenster Auswertungen stehen zusätzlich zur Wahl: USt-Plausibilitätsprüfung, Umsatzsteuer-Jahreserklärung, Dauerfristverlängerung, Kennzahlen, Rating-BWA, Kostenstellen, Anlagenspiegel und Plan/Ist (Budget). Bedienung wie gewohnt: Auswertung wählen, Zeitraum einstellen, Start; Drucken/PDF, CSV und Excel wie bisher. Über das Menü Finanzbuchführung öffnen die neuen Punkte direkt die passende Auswertung.

Kostenstellen

Kostenstellen: Aufwand, Ertrag und Ergebnis je Kostenstelle (KOST1) und - falls verwendet - je Kostenträger (KOST2), mit Haken „mit Kontennachweis“ auch je Konto. Buchungen ohne Kostenstelle stehen unter „ohne Kostenstelle“.

14. USt-Plausibilität, Jahreserklärung, Dauerfrist

USt-Plausibilitätsprüfung

USt-Plausibilitätsprüfung in drei Teilen: 1. je Steuerart und Satz die Bemessungsgrundlage × Satz gegen die gebuchte Steuer (Differenz), 2. die Salden der Umsatz- und Vorsteuerkonten gegen die gebuchte Steuer, 3. auffällige Buchungen: Erlöskonten ohne Steuerschlüssel, Steuerbeträge, die vom Satz abweichen, Vorsteuer auf Erlöskonten bzw. Umsatzsteuer auf Aufwandskonten. Doppelklick auf eine Zeile öffnet das Kontoblatt.

Umsatzsteuer-Jahreserklärung

Umsatzsteuer-Jahreserklärung: Teil A die Kennzahlen des ganzen Jahres (wie die Voranmeldung), Teil B die Abstimmung mit den zwölf Voranmeldungen (berechnet und - wenn im Abschluss als gemeldet gekennzeichnet - gemeldete Zahllast), Sondervorauszahlung, Jahressteuer und verbleibende Abschlusszahlung bzw. Erstattung. ELSTER-XML speichert die Kennzahlen als XML-Datei zur Übernahme in ELSTER (Formular USt 2 A).

Dauerfristverlängerung

Dauerfristverlängerung: Jahr wählen - Hanware summiert die Vorauszahlungen des Vorjahres und berechnet die Sondervorauszahlung (1/11, volle Euro, Kennzahl 38). Der Wert wird gespeichert und in der Jahreserklärung berücksichtigt; ELSTER-XML erzeugt den Antrag als XML. Die Sondervorauszahlung ist bis zum 10. Februar anzumelden und wird in der Voranmeldung Dezember (Kennzahl 39) angerechnet.

15. Kennzahlen und Rating-BWA

Kennzahlen
KennzahlBedeutung und Bewertung
Liquidität 1./2./3. GradesLiquide Mittel (+ Forderungen, + Vorräte) im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Richtwerte: 1. Grades ab 20 %, 2. Grades ab 100 %, 3. Grades ab 120 % gut.
Working CapitalUmlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten - positiv ist gut.
EigenkapitalquoteEigenkapital inkl. laufendem Ergebnis / Bilanzsumme; ab 30 % gut, unter 10 % kritisch.
VerschuldungsgradFremdkapital / Eigenkapital; bis 200 % gut, ab 400 % kritisch.
Umsatz- und EigenkapitalrentabilitätErgebnis des Zeitraums im Verhältnis zu Umsatz bzw. Eigenkapital.
Cashflow und Cashflow-RateErgebnis + Abschreibungen; Cashflow-Rate = Cashflow / Umsatz (ab 8 % gut).
Material- und PersonalaufwandsquoteAnteil am Umsatz (Personal: bis 25 % gut, ab 45 % kritisch).
ZinsdeckungErgebnis vor Zinsen / Zinsaufwand (ab 3 gut).
Debitoren-/KreditorenlaufzeitDurchschnittliche Tage bis zur Zahlung Ihrer Kunden (bis 30 gut, ab 60 kritisch) bzw. an Ihre Lieferanten.

Darunter stehen die Grundwerte aus dem Hauptbuch (liquide Mittel, Forderungen, Vorräte, Anlagevermögen, kurzfristige Verbindlichkeiten, Eigenkapital, Bilanzsumme, Umsatz, Ergebnis, Abschreibungen) mit Vorjahr und Veränderung.

Rating-BWA

Rating-BWA: Teil A die BWA mit Prozent vom Umsatz, Vorjahr und Veränderung; Teil B acht Bonitätskennzahlen (Rohertragsquote, Personalkostenquote, Umsatzrentabilität, Cashflow-Rate, Eigenkapitalquote, Liquidität 2. Grades, Debitorenlaufzeit, Zinsdeckung) mit Schulnote 1-6 und Gesamtnote - eine vereinfachte Bankensicht, die das Rating des Kreditinstituts nicht ersetzt.

16. Grafik im Druck

Druck Kennzahlen mit Monatsverlauf

Beim Drucken von GuV, BWA, Rating-BWA, Kennzahlen und Plan/Ist hängt Hanware eine Seite Monatsverlauf an: Erträge (dunkelblau) und Aufwendungen (orange) je Monat als Balken, das Ergebnis als Linie mit Zahl unter dem Monat. So erkennen Sie saisonale Schwankungen und Ausreißer auf einen Blick.

Druck BWA mit Grafik

17. Häufige Fragen

FrageAntwort
Der Import meldet „Konto … nicht im Kontenplan“.Konto über die Kontenaktualisierung ergänzen (wenn es ein Standardkonto ist) oder im Kontenplan anlegen; danach „Vorschau“ erneut.
Die Datei des Steuerberaters hat ein anderes Format.Spaltenzuordnung anpassen (Spalten ab 1 zählen) und als eigenes Profil speichern - beim nächsten Mal genügt die Profilauswahl.
Der AfA-Lauf meldet „Periode gesperrt“.Der Monat ist im Abschluss gesperrt. Entweder den Monat entsperren oder die Abschreibung im nächsten offenen Monat nachholen (der Lauf bucht alle offenen Monate bis zum gewählten Monat).
Kennzahlen zeigen „kritisch“, obwohl alles in Ordnung ist.Die Richtwerte sind allgemeine Erfahrungswerte; Branchen unterscheiden sich. Prüfen Sie die Grundwerte unten in der Auswertung - z. B. hohe Forderungen zum Stichtag erhöhen die Debitorenlaufzeit.
Die Kontenzuordnung wirkt nicht in der Exportdatei.Zielsystem und Gültigkeit prüfen („Wirkung prüfen“). Eine Zuordnung für ein bestimmtes System gilt nur dort; „alle Exporte“ gilt überall.
Kann ich Dialogbuchen wieder ausschalten?Ja, Haken entfernen. Bereits festgeschriebene Buchungen bleiben festgeschrieben (Generalumkehr zur Korrektur).
Wo liegen die Berichtspakete?Im Zielordner (Vorgabe: Exportordner der Buchhaltung) in einem Unterordner je Lauf - „Ordner öffnen“ zeigt ihn.