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Benutzerhandbuch: Finanzbuchhaltung

Warenwirtschaft übernehmen, Zubuchungen erfassen, Monate abschließen, Auswertungen fürs Finanzamt und den Steuerberater

Inhalt

1. Worum es geht

Die Finanzbuchhaltung macht aus Ihrer Warenwirtschaft eine vollständige, festschreibbare Buchführung - so, wie Finanzamt und Steuerberater sie erwarten. Sie müssen dafür nicht doppelt arbeiten: Rechnungen, Zahlungen, Kassenbuch und Verrechnungen werden auf Knopfdruck ins Hauptbuch übernommen. Was die Warenwirtschaft nicht kennt - Gehälter, Abschreibungen, Miete, Privatentnahmen, Abgrenzungen - erfassen Sie als Zubuchungen. Aus dem Hauptbuch entstehen alle Auswertungen: Summen- und Saldenliste, Kontoblatt, Journal, Umsatzsteuer-Voranmeldung, GuV, BWA, Bilanz, EÜR und offene Posten - und der Export für den Steuerberater.

  • Nachvollziehbar (GoBD): Jede Buchung zeigt Beleg, Konto, Gegenkonto, Steuer und Herkunft. Festgeschriebene Buchungen sind unveränderbar; Korrekturen erfolgen nur per Generalumkehr (Storno).
  • Stabil: Die Übernahme ersetzt nur nicht gesperrte Monate. Abgeschlossene Monate bleiben unverändert - Abweichungen werden gemeldet und auf Wunsch als Korrektur im nächsten offenen Monat gebucht.
  • Zwei Versteuerungsarten: Soll-Versteuerung (Rechnungen auf Personenkonten, Zahlungen gleichen aus) oder Ist-Versteuerung (Umsatzsteuer erst bei Zahlung). Die Einstellung finden Sie unter Buchhaltung › Einstellungen („Buchungsart“).
Buchführung
Die Seite „Buchführung“: Übernahme, Perioden, Stapel und Protokoll.

2. Überblick in Grafiken

Vom Beleg zur Auswertung

1. WarenwirtschaftRechnungen, Gutschriften, Zahlungen, Kassenbuch, Verrechnungen - wie bisher erfasst.
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2. ÜbernahmeKnopf „Übernehmen“: Buchungssätze nach den Regeln von Hanware (Konten, Steuer, Leergut, Versand) für alle offenen Monate.
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3. HauptbuchStapel prüfen, Zubuchungen ergänzen, Monat abschließen (festschreiben + sperren).
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4. AuswertungenSuSa, Kontoblatt, Journal, UStVA, GuV, BWA, Bilanz, EÜR, OPOS - Druck, PDF, Excel, Export für den Steuerberater.

Was passiert beim Übernehmen?

Für jeden Monat im Zeitraum
  • Monat offen: alte Wawi-Buchungen werden entfernt und neu gebildet - Zubuchungen bleiben.
  • Monat gesperrt: nichts wird verändert.
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Ergebnis
  • neuer Stapel „Warenwirtschaft …“ mit Prüfung (Soll = Haben, Konten vorhanden)
  • Differenzliste für gesperrte Monate
  • beim ersten Jahr: Eröffnungswerte (offene Posten, Bank/Kasse)

Der Lebenslauf eines Stapels

1offenBuchungen können geändert oder gelöscht werden.
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2geprüft„Prüfen“ ohne Befund: Soll = Haben, alle Konten und Steuerkonten vorhanden.
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3festgeschriebenLückenlose Buchungsnummern, keine Änderung mehr - nur Generalumkehr.

3. Typische Arbeitsabläufe

Monat buchen und abschließen (jeden Monat)
  1. Buchführung öffnen, Zeitraum = der Monat, Übernehmen. Fortschritt und Ergebnis erscheinen auf der Seite.
  2. Prüfung lesen: „ohne Befund“ ist das Ziel. Hinweise wie „Zahlung ohne Gegenkonto“ in der Warenwirtschaft (Kassenbuch) beheben und erneut übernehmen.
  3. Zubuchungen: Gehälter, AfA, Miete, Privatentnahmen aus den Vorlagen buchen.
  4. UStVA für den Monat aufrufen, Werte prüfen, XML-Datei für die Voranmeldung an den Steuerberater bzw. Zahllast übernehmen, „Als gemeldet markieren“.
  5. Abschluss: Prüfliste ansehen, dann „Monat abschließen“ - alle Stapel des Monats werden festgeschrieben und der Monat gesperrt.
  6. Export des Monats an den Steuerberater senden.
Eine Rechnung wurde nachträglich geändert - der Monat ist aber schon gesperrt
  1. Beim nächsten Übernehmen erscheint die Änderung in der Differenzliste (Monat, Konto, Gegenkonto, Betrag).
  2. Klick auf „Als Korrektur im ersten offenen Monat buchen“ - Hanware bucht die Differenz mit Bezug auf den Ursprungsmonat. Der gesperrte Monat bleibt unverändert (GoBD).
Eine Zubuchung war falsch - aber schon festgeschrieben
  1. In den Zubuchungen die Buchung suchen und GU (Generalumkehr) klicken: Es entsteht eine Gegenbuchung mit umgekehrtem Vorzeichen.
  2. Die richtige Buchung neu erfassen. Beide Buchungen bleiben im Journal sichtbar - so verlangt es die GoBD.
Jahreswechsel
  1. Alle 12 Monate abschließen (Abschluss).
  2. Jahresabschluss: Bilanz und GuV prüfen, Jahresexport (nur festgeschriebene Buchungen) an den Steuerberater.
  3. Saldovortrag buchen: Bestandskonten werden als Eröffnungswerte des neuen Jahres gebucht, das Jahresergebnis auf das Ergebniskonto.

4. Buchführung: Warenwirtschaft übernehmen

ElementBedeutung
Jahr, Von, BisZeitraum der Übernahme. Üblich: ein Monat. Ein größerer Zeitraum ist erlaubt - gesperrte Monate darin werden übersprungen.
ÜbernehmenStartet den Lauf im Hintergrund. Sie sehen den Fortschritt (Belege, Zahlungen, Hauptbuch) und am Ende das Ergebnis: Anzahl Buchungen, Soll/Haben, Prüfung, Hinweise.
HinweiseBelege oder Zahlungen, die nicht übernommen werden konnten (z. B. „Zahlung ohne Gegenkonto“, „Belegbetrag ≠ Summe der Konten“). Beheben Sie die Ursache in der Warenwirtschaft und übernehmen Sie erneut.
PrüfungPrüfung des neuen Stapels: Soll = Haben, Konten im Kontenplan, Steuerkonten vorhanden, keine Buchung in gesperrten Monaten. „ohne Befund“ = Stapel ist geprüft.
Differenzen in gesperrten MonatenListe der Abweichungen zwischen Warenwirtschaft und festgeschriebenem Monat. „Als Korrektur … buchen“ erzeugt einen Korrekturstapel im ersten offenen Monat.
SkontoSkonto-Zahlungen aus der OP-Verwaltung werden nicht als Geldbewegung, sondern als gewährte Skonti (Kunden, mit Umsatzsteuer-Korrektur) bzw. erhaltene Skonti (Lieferanten, mit Vorsteuer-Korrektur) gebucht - anteilig nach den Steuersätzen der Rechnung. Die Konten kommen aus den Einstellungen (Gegenkonto Skonto 19 %/7 %/0 %) oder aus dem Kontenrahmen.
Zahlungen ohne BelegAnzahlungen, Überzahlungen und Barzahlungen ohne Rechnung werden auf das Personenkonto des Kunden bzw. Lieferanten gebucht und mindern dessen Saldo. In den offenen Posten stehen sie in einer eigenen Spalte.
PeriodenDie 12 Monate des Jahres mit Anzahl Buchungen und Status. „Monat abschließen“ schreibt alle Stapel des Monats fest und sperrt ihn; „sperren“ sperrt einen Monat ohne Buchungen; „entsperren“ öffnet einen Monat wieder (festgeschriebene Buchungen bleiben unveränderbar).
BuchungsstapelAlle Stapel mit Quelle (Warenwirtschaft, Zubuchungen, Eröffnung, Korrektur), Zeitraum, Anzahl, Soll/Haben, Status und Knöpfen: Journal, Buchen, Prüfen, Festschreiben, Löschen, Export.
Stapel für ZubuchungenLegt einen leeren Stapel an und öffnet die Buchungserfassung.
Letzte LäufeProtokoll: wer hat wann was übernommen, festgeschrieben oder korrigiert.
Schutz gegen DoppelbuchungenJede Übernahme ersetzt die Buchungen der Warenwirtschaft in den offenen Monaten vollständig - auch Stapel älterer Programmversionen. Monate, in denen bereits festgeschriebene Warenwirtschafts-Buchungen liegen, werden wie gesperrte Monate behandelt (Hinweis im Ergebnis, Abweichungen in der Differenzliste). Stünde nach dem Lauf dieselbe Buchung eines Belegs oder einer Zahlung in mehreren Stapeln, bricht die Übernahme ab und ändert nichts („Übernahme abgebrochen - es wären Buchungen doppelt im Hauptbuch“). Die Prüfliste meldet solche Fälle als Fehler „Warenwirtschaft doppelt übernommen“.
Eröffnungswerte: Beim ersten Übernehmen eines Wirtschaftsjahres ohne Vorjahr im Hauptbuch bildet Hanware automatisch die Eröffnungswerte (offene Posten der Kunden und Lieferanten, Bank- und Kassenbestände zum Beginn der Buchführung). Der Stichtag ist die Einstellung „Beginn der Buchführung“ (Buchhaltung › Einstellungen), sonst der Beginn des Zeitraums.
Ergebnis der Übernahme
Ergebnis einer Übernahme mit Prüfung und Hinweisen.

5. Buchungsstapel und Perioden

Ein Stapel fasst Buchungen zusammen (wie beim Steuerberater üblich). Die Warenwirtschaft erzeugt je Monat einen Stapel („Warenwirtschaft 09/2026“) - so lässt sich jeder Monat einzeln abschließen, Zubuchungen erfassen Sie in eigenen Stapeln, Eröffnungswerte und Korrekturen bekommen eigene Stapel. Eine Periode ist ein Monat; eine gesperrte Periode nimmt keine Buchungen mehr an.

KnopfWas passiert
PrüfenPrüft Soll = Haben, Konten, Steuerschlüssel, Steuerkonten, gesperrte Perioden. Ohne Befund wird der Stapel „geprüft“.
FestschreibenVergibt lückenlose Buchungsnummern je Wirtschaftsjahr und sperrt die Buchungen gegen Änderung. Nur möglich ohne Prüfbefund.
LöschenEntfernt einen nicht festgeschriebenen Stapel mit allen Buchungen.
Monat abschließenFestschreiben aller offenen Stapel des Monats + Periode sperren. Stapel, die über den Monat hinausreichen, werden gemeldet und nicht festgeschrieben.

6. Zubuchungen erfassen

Zubuchungen
Buchungserfassung in der branchenüblichen Form mit Kontosuche und Vorlagen.
FeldBedeutung
StapelOben rechts den Stapel wählen oder „Neuer Stapel“. Festgeschriebene Stapel sind nur lesbar.
DatumBuchungsdatum. Liegt es in einer gesperrten Periode, lehnt Hanware die Buchung ab.
Beleg 1, Beleg 2Belegnummer bzw. zweites Belegfeld (z. B. Lohnabrechnung, AfA-Lauf). Beleg 1 ist nach GoBD Pflicht für die Nachvollziehbarkeit.
Konto (Soll), Gegenkonto (Haben)Nummer eingeben oder Namen tippen - die Suche zeigt Sachkonten und Personenkonten. Enter übernimmt den markierten Treffer. Unter dem Feld erscheint die Bezeichnung.
Betrag bruttoImmer der Bruttobetrag. Die Steuer wird aus dem Steuerschlüssel (BU) oder der Vorgabe des Kontos gerechnet.
S/HS = das Konto wird im Soll gebucht (Standard), H = im Haben. Beispiel Gehälter: Konto Löhne/Gehälter S, Gegenkonto Bank - oder Verbindlichkeiten aus Lohn.
BUSteuerschlüssel. Leer = Vorgabe des Kontos (Automatikkonto), 40 = ausdrücklich ohne Steuer.
Buchungstext, KostenstelleFreier Text (60 Zeichen) und Kostenstelle für die Übergabe an den Steuerberater (KOST1).
BuchenSpeichert die Buchung; die Meldung zeigt die gerechnete Steuer. Enter im letzten Feld bucht ebenfalls.
Dialogbuchen - „sofort festschreiben“Haken gesetzt: Die Buchung wird beim Buchen sofort festgeschrieben (nur noch per Generalumkehr änderbar) - wie beim Steuerberater, wenn Belege endgültig erfasst werden. Ohne Haken bleibt sie änderbar, bis der Stapel festgeschrieben wird. Die Vorgabe des Hakens legen Sie unter Buchhaltung › Einstellungen fest („Dialogbuchen“); je Buchung können Sie sie umschalten. Einzelheiten in Abschnitt 22.4.
Stift / PapierkorbÄndern bzw. Löschen - nur bei nicht festgeschriebenen Buchungen.
GUGeneralumkehr einer festgeschriebenen Buchung: Gegenbuchung mit umgekehrtem Vorzeichen im gewählten (oder einem neuen) Stapel.

7. Vorlagen (Lohn, AfA, Miete)

Vorlagen sparen die monatliche Tipparbeit. Legen Sie eine Vorlage mit Konto, Gegenkonto, Betrag, Steuerschlüssel, Text und Intervall an. Platzhalter im Text und Belegfeld: {MM} (Monat), {MMMM} (Monatsname), {JJJJ} (Jahr).

FeldBedeutung
Intervalleinmalig, monatlich, vierteljährlich, jährlich - mit „Nächste Fälligkeit“. Nach „Buchen“ wird die Fälligkeit fortgeschrieben.
BuchenErzeugt eine Buchung zum Datum im Erfassungsfeld (Betrag kann vorher angepasst werden).
Beispiele: „Gehälter“ (Löhne und Gehälter an Bank, BU 40), „AfA Fuhrpark“ (Abschreibungen an Fuhrpark, jährlich), „Miete Büro“ (Raumkosten an Bank, BU Vorsteuer 19 %), „Privatentnahme“ (Privat an Bank).

8. Auswertungen - gemeinsame Bedienung

Alle Auswertungen haben denselben Aufbau: Filter oben, Kopfzeile mit Mandant, Versteuerung, Kontenrahmen, Wirtschaftsjahr, Zeitraum und „festgeschrieben bis“, darunter die Tabelle im branchenüblicher Aufbau. Rechts oben: Excel, CSV, PDF (öffnet die PDF im neuen Fenster) und Drucken (A4-Druckansicht).

ElementBedeutung
Jahr / Von / BisZeitraum. „kumuliert“ bezieht sich immer auf den Beginn des Wirtschaftsjahres bis „Bis“.
Kontonummer (blau)Klick öffnet das Kontoblatt dieses Kontos im selben Zeitraum.
Fette ZeilenGruppen- und Gesamtsummen; blaue Zeile = Ergebnis.
HinweisErscheint, wenn Soll und Haben nicht gleich sind oder keine Buchungen vorliegen.

9. Summen- und Saldenliste

Bank- und Kassenkonten erscheinen in allen Auswertungen mit dem Namen aus den Finanzkonten (z. B. „Sparkasse Musterstadt“), alle anderen Konten mit der Bezeichnung aus dem Kontenplan.

Summen- und Saldenliste
SuSa im branchenüblicher Aufbau mit EB-Wert, Zeitraum, kumuliert und Saldo.
SpalteBedeutung
EB-Wert, S/HEröffnungsbilanzwert des Kontos (Saldovortrag oder Eröffnungswerte).
Soll/Haben ZeitraumUmsätze im gewählten Zeitraum (z. B. Monat).
Soll/Haben kumuliertUmsätze vom Beginn des Wirtschaftsjahres bis zum Ende des Zeitraums.
Saldo, S/HEB + Soll kumuliert − Haben kumuliert. S = Sollsaldo (z. B. Bank mit Guthaben, Forderungen), H = Habensaldo (Verbindlichkeiten, Erlöse).
KontenAlle, nur Sachkonten, nur Debitoren (10000-69999) oder nur Kreditoren (ab 70000).

Die Summe gesamt muss im Soll und Haben gleich sein - sonst ist ein Stapel unvollständig (Prüfliste).

10. Kontoblatt

Alle Bewegungen eines Kontos (oder eines Kontenbereichs „von - bis“) mit EB-Wert, Vortrag bis zum Zeitraumbeginn, laufendem Saldo und Endsaldo. Steuerzeilen sind als „Steuer“ gekennzeichnet. Die Nr. ist die lückenlose Buchungsnummer (festgeschrieben) bzw. die Stapelzeile in Klammern.

Kontoblatt
Kontoblatt Bank mit laufendem Saldo.

11. Journal

Das Journal (Primanota) listet jede Buchung mit Nr., Datum, Beleg, Konto, Gegenkonto, BU, Text, Soll, Haben, Steuer, Stapel und Status. Filter: Stapel-Nr. und Konto. „GU“ im Text kennzeichnet Generalumkehr-Buchungen.

12. Umsatzsteuer-Voranmeldung

Umsatzsteuer-Voranmeldung
UStVA mit Kennzahlen, Bemessungsgrundlagen in vollen Euro und Zahllast (Kz 83).
ElementBedeutung
ZeitraumMonat, Quartal oder Jahr. Die Kennzahlen entsprechen dem amtlichen Formular (Kz 81, 86, 41, 89, 66, 83 …).
Bemessungsgrundlage (volle EUR)Nettoumsatz je Kennzahl, abgerundet auf volle Euro - wie die Steuerverwaltung es verlangt. „Buchwert Bemessung“ zeigt den genauen Wert.
Steuer EURUmsatzsteuer aus der vollen Bemessungsgrundlage × Satz bzw. gebuchte Vorsteuer (Kz 66).
Kz 83 (Vorauszahlung / Überschuss)Umsatzsteuer − abziehbare Vorsteuer − Sondervorauszahlung. Positiv = an das Finanzamt zu zahlen, negativ = Erstattung.
AbstimmungSaldo der gebuchten Umsatzsteuer- und Vorsteuerkonten und die Differenz zur Voranmeldung (Rundung auf volle Euro oder Konten ohne Kennzahl).
XML-DateiLädt die Voranmeldung als XML-Datei (Datenformat der Steuerverwaltung) zur Weitergabe an den Steuerberater oder zum Import. Eine direkte Übertragung an die Steuerverwaltung erfolgt nicht.
Als gemeldet markierenVermerkt Datum und Zahllast in der Periode (sichtbar im Abschluss).
Bei Ist-Versteuerung entsteht die Umsatzsteuer mit der Zahlung, bei Soll-Versteuerung mit der Rechnung. Prüfen Sie die Einstellung „Buchungsart“ vor der ersten Übernahme - sie bestimmt, wie gebucht wird.

13. GuV und BWA

Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt der Gliederung nach § 275 HGB (Gesamtkostenverfahren), die BWA der Standard-Gliederung der BWA (Gesamtleistung, Rohertrag, Kostenarten, Betriebsergebnis, neutrales Ergebnis, vorläufiges Ergebnis). Beide zeigen Zeitraum, Prozent, kumuliert, Vorjahr und Veränderung; mit „Positionen mit Konten“ sehen Sie je Position die einzelnen Konten.

GuV
Gewinn- und Verlustrechnung mit Konten je Position.
BWA
Standard-BWA.

Welche Konten in welche Zeile fließen, bestimmt der Kontenplan (Kategorie, Unterart, GuV-Position). Konten ohne Zuordnung erscheinen unter „Nicht zugeordnete Erfolgskonten“ - die Prüfliste meldet sie.

14. Bilanz und EÜR

Die Bilanz (vorläufig, Kurzgliederung § 266 HGB) stellt zum Stichtag Aktiva und Passiva mit Vorjahr gegenüber; das Jahresergebnis aus der GuV steht unter den Passiva. Eine Differenz Aktiva − Passiva weist auf fehlende Eröffnungswerte oder offene Stapel hin. Umsatz- und Vorsteuerkonten erscheinen nicht einzeln, sondern verrechnet - wie beim Steuerberater: Eine Zahllast steht unter „sonstige Verbindlichkeiten“, ein Erstattungsanspruch unter „sonstige Vermögensgegenstände“.

Bilanz
Vorläufige Bilanz mit Vorjahresspalte.

Die Einnahmenüberschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) für Betriebe ohne Bilanzpflicht: Betriebseinnahmen und -ausgaben nach Gruppen, Gewinn = Überschuss.

15. Offene Posten

Offene Posten Debitoren
Offene Posten je Kunde: Saldo im Hauptbuch, offene Belege, Zahlungen ohne Beleg und der unerklärte Rest.
SpalteBedeutung
Saldo HauptbuchSaldo des Personenkontos aus allen Buchungen bis zum Stichtag (S = der Kunde schuldet, H = Guthaben des Kunden).
Offene Posten (Belege)Summe der offenen Beträge aller Rechnungen, Gutschriften und Stornos aus der Warenwirtschaft.
Zahlungen ohne BelegAnzahlungen, Überzahlungen und Barzahlungen ohne Rechnung - sie mindern den Saldo, aber nicht die offenen Belege.
Differenz (unerklärt)Saldo minus offene Posten plus Zahlungen ohne Beleg. Steht hier ein Betrag, sind Belege oder Zahlungen noch nicht übernommen oder in einem gesperrten Monat als Korrektur gebucht - prüfen Sie dann die Differenzliste auf der Seite Buchführung.
Belege offenAnzahl der offenen Belege des Kunden.

Bei Ist-Versteuerung werden keine Personenkonten geführt - nutzen Sie dann die OP-Verwaltung.

16. Abschluss und Prüfliste

Abschluss
Prüfliste mit Ampel und Perioden mit Monatsabschluss.
Fehler - müssen vor dem Festschreiben behoben werden (Gegenkonto fehlt, Soll ≠ Haben, Konto nicht angelegt, Kassenbestand negativ …).
Warnungen - sollten geprüft werden (Steuersatz passt nicht, Beleg überzahlt, Geldtransit nicht ausgeglichen, Konto ohne UStVA-Kennzahl …).
Hinweise - Informationen (Zahlung nicht voll zugeordnet, Stapel nicht festgeschrieben, Belegfeld 1 fehlt …).
BereichPrüfungen
BelegeGegenkonto fehlt, Aufteilung ungleich Belegsumme, Gegenkonto nicht angelegt, Personenkonto fehlt, Beleg ohne Adresse, Buchungsjournal fehlt, Steuerschlüssel unbekannt, Steuersatz passt nicht, Netto + Steuer ungleich Brutto.
ZahlungenFinanzkonto fehlt, Zahlung ohne Gegenkonto, Zuordnung größer als Zahlung, Zahlung nicht voll zugeordnet, Beleg überzahlt, Zahlung zu gelöschtem Beleg, Verrechnung ohne Finanzkonto, Beleg bezahlt, aber Zahlungen kleiner als Belegbetrag (Skonto oder Nachlass nicht als Zahlung erfasst).
HauptbuchSoll ungleich Haben, Konto fehlt, Sachkonto nicht angelegt, Steuerbetrag unplausibel, Steuerkonto direkt bebucht, Stapel nicht festgeschrieben, offene Buchung in Sperrperiode, Kassenbestand negativ, Geldtransit nicht ausgeglichen, Belegfeld 1 fehlt, Warenwirtschaft doppelt übernommen, Beleg im Hauptbuch höher als der Beleg.
StammdatenKonto ohne UStVA-Kennzahl, Steuerschlüssel ohne BU-Schlüssel, Finanzkonto nicht im Kontenplan, Finanzkonto auf falschem Sachkonto, Steuer passt nicht zur Kontenart, Konto ohne GuV-/BWA-Zuordnung, Berater-/Mandantennummer fehlt.

17. Jahresabschluss

Die Seite führt in fünf Schritten durch den Jahreswechsel: Stapel festschreiben, Monate sperren, Bilanz/GuV prüfen und Jahresexport für den Steuerberater, Saldovortrag buchen (Eröffnungsstapel des neuen Jahres; die Umsatz- und Vorsteuerkonten werden dabei als ein Betrag auf „Umsatzsteuer Vorjahr“ vorgetragen, sofern dieses Konto im Kontenplan vorhanden ist; Jahresergebnis auf dem Ergebniskonto), Eröffnungswerte des ersten Jahres neu bilden. Der steuerliche Jahresabschluss und die Steuererklärungen bleiben beim Steuerberater.

18. Übergabe an den Steuerberater (Export für den Steuerberater)

Der Knopf „Export für den Steuerberater“ lädt eine ZIP-Datei mit allem, was die Kanzlei braucht - Buchungen und Belege. Jede Buchung mit Beleg verweist auf ihren Beleg; die Kanzlei muss nichts von Hand zuordnen.

Datei im PaketInhalt
Buchungsdatei (Buchungsstapel)Buchungsstapel im Format der gängigen Steuerberater-Programme (Version 700) für den Zeitraum oder einen Stapel: Umsatz, Soll/Haben, Konto, Gegenkonto, BU-Schlüssel, Belegdatum, Belegfelder, Buchungstext, Kostenstellen, Festschreibekennzeichen und je Buchung der Beleglink auf den passenden Beleg. Zeichensatz Windows-1252, wie Steuerberater-Programme es erwarten.
Belegpaket „Belege_…zip“Alle Belege des Zeitraums: Ausgangsrechnungen (die beim Drucken automatisch in der Dokumentenablage gespeicherte PDF), Eingangsrechnungen und weitere Belege aus der Dokumentenablage sowie Belegbilder, die Sie an Buchungen gehängt haben - dazu eine Verwaltungsdatei (XML). Jeder Beleg behält dauerhaft dieselbe Kennung; wird ein Paket noch einmal übergeben, entstehen beim Steuerberater keine doppelten Belege. Große Mengen werden automatisch in Teilpakete aufgeteilt (Teil1, Teil2 …).
Hinweise für die KanzleiKurze Anleitung in drei Schritten: Belegpaket unverändert (nicht entpacken) hochladen, danach die Buchungsdatei einlesen, Importprotokoll prüfen.
ExportprotokollAnzahl Buchungen und Belege, Buchungen ohne Beleg, Größe der Pakete und Hinweise - z. B. Dateien, die nicht übernommen werden konnten (unbekannter Dateityp oder größer als 20 MB).
Debitoren/KreditorenStammdaten der Personenkonten (Name, Anschrift, USt-IdNr, IBAN) zum Einlesen beim Steuerberater.
SachkontenKontenbeschriftungen Ihres Kontenplans.
Beraternummer / MandantennummerPflegen Sie beide unter Buchhaltung › Einstellungen - sie stehen im Kopf jeder Exportdatei. Fehlen sie, meldet es die Prüfliste.
Exportieren Sie am besten nach dem Monatsabschluss mit „nur festgeschriebene“ - dann stimmen Ihre Zahlen mit denen des Steuerberaters dauerhaft überein.
Damit möglichst jede Buchung einen Beleg bekommt: Rechnungen vor dem Export einmal drucken bzw. als PDF erstellen (sie landen dann automatisch in der Dokumentenablage) und Eingangsrechnungen am Beleg in der Dokumentenablage ablegen. Belege ohne Datei nennt das Exportprotokoll.

19. Einstellungen

Einstellung (Buchhaltung › Einstellungen)Wirkung
Kontenrahmen (SKR03 / SKR04)Bestimmt Steuerkonten, Geldtransit und Standardkonten. Ein Wechsel ist nur ohne festgeschriebene Buchungen möglich.
Buchungsart (Ist-/Soll-Versteuerung)Soll: Rechnungen werden auf Personenkonten gebucht, Zahlungen gleichen aus. Ist: nur Zahlungen werden gebucht, aufgeteilt nach den Steuersätzen der bezahlten Rechnung.
Automatikkonten (Erlöse/Wareneingang je Steuersatz, EG/Ausland, Leergut, Versand, Nachnahme, Skonto)Konten, auf die die Warenwirtschaft bucht, wenn Artikel oder Beleg kein eigenes Konto haben.
Sammelkonten Debitoren/KreditorenOptional: statt je Kunde/Lieferant ein Personenkonto nur ein Sammelkonto.
Wirtschaftsjahr-Beginn, Sachkontenlänge, Beginn der BuchführungFür Auswertungen, den Dateikopf des Exports und die Eröffnungswerte.
Beraternummer / Mandantennummer (Steuerberater)Kopf der Exportdateien.

20. Meldungen und Lösungen

MeldungUrsache und Lösung
Die Periode … ist gesperrtBuchung oder Änderung in einem abgeschlossenen Monat. Im Abschluss die Periode entsperren oder im offenen Monat buchen (Korrektur).
Der Buchungsstapel ist festgeschriebenKeine Änderung mehr möglich - Generalumkehr (GU) buchen und neu erfassen.
Konto … ist im Kontenplan nicht angelegtKonto unter Buchhaltung › Kontenplan anlegen (Vorschlag aus dem Kontenrahmen) oder richtiges Konto wählen.
Soll und Haben sind nicht gleichEin Stapel enthält Buchungen ohne Gegenkonto oder Steuerkonto - Prüfliste öffnen, Ursache beheben, erneut übernehmen.
Zahlung … kein Gegenkonto - nicht übernommenIm Kassenbuch das Gegenkonto der Zahlung eintragen oder die Zahlung einem Beleg zuordnen; dann erneut übernehmen.
Belegbetrag ≠ Summe der KontenDer Beleg lässt sich nicht vollständig auf Konten aufteilen (fehlende Erlöskonten je Steuersatz in den Einstellungen oder Leergut-/Versandkonten). Einstellungen ergänzen, erneut übernehmen.
Alle Monate des Zeitraums sind gesperrtZeitraum enthält nur abgeschlossene Monate - Übernahme ändert nichts. Differenzliste beachten.
Eine Übernahme läuft bereitsWarten, bis der laufende Lauf fertig ist (Fortschritt auf der Seite).
Die PDF konnte nicht erzeugt werdenAuf dem Server fehlt der Browser für die PDF-Erzeugung oder der Vorgang dauerte zu lange - die Druckansicht verwenden („Drucken“ → „Als PDF speichern“).
Finanzkonto auf falschem SachkontoDas Finanzkonto (Bank/Kasse) zeigt auf ein Sachkonto, das im Kontenplan kein Geldkonto ist - meist Nummern aus dem anderen Kontenrahmen (SKR03: Kasse 1000, Bank 1200; SKR04: Kasse 1600, Bank 1800). In den Finanzkonten das richtige Sachkonto eintragen und die Warenwirtschaft neu übernehmen.
Steuer passt nicht zur KontenartEin Erlöskonto wird mit Vorsteuer bzw. ein Aufwandskonto mit Umsatzsteuer bebucht (häufig Leergut-Gutschriften im Einkauf). Die Programme des Steuerberaters lehnen solche Buchungen ab. Kontierung in den Steuersätzen bzw. Artikelgruppen prüfen (z. B. Leergut im Einkauf auf ein Aufwandskonto).
Warenwirtschaft doppelt übernommen (Fehler)Dieselbe Buchung eines Belegs oder einer Zahlung steht in mehreren Stapeln - Umsatz, Vorsteuer und Umsatzsteuer werden doppelt gezählt (Umsatzsteuer-Zahllast zu hoch, Erlöse in GuV/BWA zu hoch). Die Meldung nennt die Stapelnummern. Lösung: unter Buchführung den älteren, nicht festgeschriebenen Stapel löschen oder die Warenwirtschaft für den Zeitraum erneut übernehmen - die Übernahme entfernt die alten Buchungen und bucht den Monat einmal neu.
Beleg im Hauptbuch höher als der Beleg (Warnung)Die Summe der Belegbuchungen ist größer als der Belegbetrag. Entweder wurde der Beleg doppelt übernommen (dann wie oben neu übernehmen) oder die Aufteilung des Belegs auf Konten stimmt nicht (siehe „Aufteilung ungleich Belegsumme“ - Beleg in der Warenwirtschaft prüfen).
Übernahme abgebrochen - es wären Buchungen doppelt im HauptbuchDie Übernahme hat erkannt, dass derselbe Beleg nach dem Lauf in mehreren Stapeln stünde (z. B. ein festgeschriebener Altstapel neben einem offenen Stapel desselben Monats), und hat nichts verändert. Prüfliste öffnen, den nicht festgeschriebenen doppelten Stapel löschen, erneut übernehmen.
Monat … enthält festgeschriebene Buchungen der WarenwirtschaftHinweis im Ergebnis: Der Monat wird nicht neu übernommen, damit nichts doppelt entsteht. Abweichungen zur Warenwirtschaft stehen in der Differenzliste und können als Korrektur gebucht werden.
Die Datei ist kein Buchungsstapel im Format der Steuerberater-ProgrammeBeim Import vom Steuerberater fehlt die Kennung in der ersten Zeile - es wurde eine andere Datei gewählt (z. B. Stammdaten oder eine Tabelle). Vom Steuerberater die Buchungsstapel-Datei anfordern; eigene Tabellen über „Textdatei mit Profil“ einlesen.
… Zeilen fehlerhaft - Import nicht möglichDie Vorschau zeigt rot die Zeilen, bei denen Datum, Konto, Gegenkonto oder Betrag fehlen oder das Konto nicht angelegt ist. Fehlende Konten über Konten-Abgleich oder Kontenplan anlegen, Datei korrigieren, erneut wählen. Ein unbekannter BU-Schlüssel ist nur ein Hinweis - die Buchung kommt ohne Steuer herein.
Soll und Haben der Datei sind nicht gleichDie Datei ist unvollständig (abgeschnitten oder nur ein Teil der Buchungen). Vollständige Datei anfordern.
Für Konto … gibt es diese Zuordnung schonZur selben Kontonummer mit gleichem Zielsystem und gleichem Beginn existiert eine Zuordnung - die vorhandene Zeile bearbeiten (Stift) statt eine neue anzulegen.
Ihr Kontenplan enthält alle Konten des StandardsKeine Fehlermeldung, sondern das Ergebnis des Konten-Abgleichs: nichts zu tun.
Das Konto für die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung … ist im Kontenplan nicht angelegtFür die Buchung der Sondervorauszahlung fehlt das Konto „Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 1/11“ - über den Konten-Abgleich ergänzen.
Kein Buchungsstapel angegebenEine Zubuchung wurde ohne Stapel gesendet - Seite neu laden, Stapel wählen oder „Neuer Stapel“.
Anschaffung, Methode und Anlagenkonto lassen sich nach gebuchter AfA nicht mehr ändernFür die Anlage ist bereits AfA im Hauptbuch gebucht. Bei falschen Stammdaten die Anlage abgehen lassen (Restbuchwert) und neu anlegen - oder die gebuchten AfA-Buchungen per Generalumkehr stornieren und den Steuerberater einbeziehen.
Für diese Anlage ist AfA gebucht - sie kann nicht gelöscht werdenStatt Löschen den Abgang buchen.
Das Konto Anlagenabgang 2315/6895 fehlt im KontenplanÜber den Konten-Abgleich ergänzen, dann den Restbuchwert buchen (oder den Abgang nur vermerken).
Nicht gebucht: … gesperrtDer AfA-Lauf hat Monate übersprungen, die im Abschluss gesperrt sind. Periode entsperren oder die AfA dieser Monate im nächsten offenen Monat nachholen (Steuerberater fragen).
Nur PDF und Bilder (JPG, PNG, GIF, TIF) sind erlaubtBeim Belegbild andere Dateitypen vorher in PDF umwandeln.
Zeilennummer … ist doppeltIm Auswertungsaufbau jede Zeilennummer nur einmal vergeben.
Die Kategorie lässt sich nach festgeschriebenen Buchungen nicht mehr ändernKonto-Assistent: Für ein bebuchtes Konto ein neues Konto anlegen oder den Steuerberater einbeziehen.
Erfolgskonten haben keinen SaldenvortragSaldenvorträge nur für Bestands- und Personenkonten; das Ergebnis des Vorjahres steht auf dem Ergebnis-/Kapitalkonto.
Keine Personenkonten (Ist-Versteuerung)Bei Ist-Versteuerung gibt es keine Debitoren-/Kreditorenkonten im Hauptbuch - offene Posten über die OP-Verwaltung.

21. Endergebnisse: So lesen Sie die Auswertungen

Die folgenden Bilder zeigen den Endzustand eines kompletten Durchlaufs im Musterbetrieb: Warenwirtschaft Juli bis Oktober 2026 übernommen, Zubuchungen für Gehälter, Miete und Abschreibung erfasst, Juli abgeschlossen, eine Miete per Generalumkehr storniert, eine nachträgliche Änderung im gesperrten Juli als Korrektur gebucht und der Saldovortrag nach 2027 ausgeführt. Zu jeder Auswertung steht, was die Zahlen bedeuten und woran Sie erkennen, dass alles stimmt. Dieselben Zahlen wurden unabhängig aus den Belegen und Zahlungen nachgerechnet - jede Prüfung ging auf.

21.1 Buchungsstapel und Perioden nach dem Durchlauf

Buchführung nach dem Durchlauf: Übernahme-Kasten, Perioden und die Liste der Buchungsstapel mit Status
Buchführung nach dem Durchlauf: Übernahme-Kasten, Perioden und die Liste der Buchungsstapel mit Status.
Was Sie sehenBedeutung
Stapel „Warenwirtschaft 07.2026“ - 76 Buchungen, 34.248,30 €, festgeschriebenDer Juli ist abgeschlossen. Seine Buchungen tragen die Nummern 1 bis 76 und lassen sich nicht mehr ändern.
Stapel 08.2026 (81), 09.2026 (90), 10.2026 (150) - geprüftJe Monat ein Stapel. Diese Monate sind noch offen: Eine neue Übernahme ersetzt sie vollständig, Zubuchungen bleiben erhalten.
„Zubuchungen September 2026“ - 4 Buchungen, 8.440,00 €, festgeschriebenGehälter September und Oktober (je 3.500 €), Miete (1.190 €) und Abschreibung (250 €).
„Stornierungen 10.2026“ - 1 Buchung, 1.190,00 €Die Generalumkehr der Miete: gleiche Konten, gleicher Betrag, Gegenseite - die festgeschriebene Buchung bleibt bestehen.
„Korrekturen Warenwirtschaft (gesperrte Monate)“ - 1 Buchung, 10,00 €Eine Zahlung aus dem Juli wurde nach dem Abschluss um 10 € geändert. Hanware hat die Abweichung erkannt und am 1. August mit Bezugsdatum Juli nachgebucht.
„Saldovortrag aus 2026“ - 29 Konten, 65.492,48 €, Wirtschaftsjahr 2027Die Eröffnungswerte des neuen Jahres. Soll und Haben sind gleich hoch.
Perioden 2026 mit gesperrtem Juli und das Protokoll der letzten Läufe
Perioden 2026 mit gesperrtem Juli und das Protokoll der letzten Läufe.

Die Perioden zeigen das Ergebnis: Juli gesperrt (76 Buchungen, 0 offen), August 82 Buchungen (81 aus der Warenwirtschaft + 1 Korrektur), September 93 (90 + 3 Zubuchungen), Oktober 152 (150 + Gehalt Oktober + Storno). „Letzte Läufe“ protokolliert Übernahme, Festschreiben, Korrektur und Saldovortrag mit Benutzer und Uhrzeit.

21.2 Journal des abgeschlossenen Monats

Journal Juli 2026: 76 festgeschriebene Buchungen mit lückenlosen Nummern
Journal Juli 2026: 76 festgeschriebene Buchungen mit lückenlosen Nummern.

Jede Buchung des Juli hat eine lückenlose Nummer (1 bis 76), Datum, Belegfeld, Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel, Steuerbetrag und den Status „festgeschrieben“. Beispiel Zeile 1 und 2: Die Rechnung 10001 an den Kiosk Bahnhofstraße wird in zwei Buchungen zerlegt - 132,84 € auf das Erlöskonto 7 % (Steuer 8,69 €) und 98,20 € auf das Erlöskonto 19 % (Steuer 15,68 €). Das ist die Grundlage für die Umsatzsteuer-Voranmeldung.

21.3 Summen- und Saldenliste 2026

Summen- und Saldenliste 2026, Klassen 0 und 1: Vorsteuer, Umsatzsteuer, Kasse und Banken
Summen- und Saldenliste 2026, Klassen 0 und 1: Vorsteuer, Umsatzsteuer, Kasse und Banken.
KontoSaldoBedeutung
1571 / 1576 Abziehbare Vorsteuer443,14 S / 1.608,31 SVorsteuer aus Eingangsrechnungen, abzüglich der Korrektur aus Lieferanten-Skonti. Im Soll, weil es eine Forderung ans Finanzamt ist.
1771 / 1776 Umsatzsteuer1.881,14 H / 2.743,83 HUmsatzsteuer aus Ausgangsrechnungen, gemindert um gewährte Skonti. Im Haben, weil es eine Schuld ans Finanzamt ist.
1600 Kasse, 1800 Sparkasse, 1802 Volksbank9.778,46 S / 2.312,31 S / 7.403,84 SBestände der Geldkonten - genau die Summe aller Zahlungen im Kassenbuch zuzüglich der Zubuchungen (Gehälter und Miete von der Bank).
420 Büroeinrichtung250,00 HDie Abschreibung wurde im Beispiel auf ein Anlagekonto ohne Anschaffungswert gebucht - deshalb negativ. Im Echtbetrieb steht hier der Restbuchwert.
Summen- und Saldenliste 2026, Ende: Debitoren, Kreditoren und Summe gesamt
Summen- und Saldenliste 2026, Ende: Debitoren, Kreditoren und Summe gesamt.

Unten die Kontrolle: Summe Debitoren 10.142,25 S (Kunden schulden), Summe Kreditoren 7.544,94 H (wir schulden Lieferanten) und Summe gesamt 121.407,05 = 121.407,05 - Soll und Haben sind über alle Konten gleich. Das ist die Grundgleichung jeder Buchführung; stimmt sie nicht, meldet die Prüfliste „Soll ungleich Haben“.

21.4 Kontoblatt Bank

Kontoblatt Sparkasse Musterstadt: Zahlungen, Zubuchungen, Storno und Endsaldo
Kontoblatt Sparkasse Musterstadt: Zahlungen, Zubuchungen, Storno und Endsaldo.

Das Kontoblatt der Sparkasse endet mit Soll 19.731,59 €, Haben 17.419,28 €, Endsaldo 2.312,31 S. Jede Zeile ist eine Zahlung („ZG“) mit Belegnummer und Kunde bzw. Lieferant; dazwischen die Zubuchungen Gehälter (3.500 € im Haben, Nr. 77 und 80) und Miete (1.000 € netto, Steuerschlüssel 9) sowie der Storno der Miete am 5. Oktober. Zeilennummern in Klammern sind noch nicht festgeschrieben, Nummern ohne Klammern (77, 78, 80) sind festgeschrieben.

21.5 Umsatzsteuer-Voranmeldung je Monat

Hanware erstellt die Voranmeldung für jeden Monat aus den Kennzahlen der Konten. Die Bemessungsgrundlage steht in vollen Euro (abgerundet, wie die Steuerverwaltung es verlangt), die Steuer wird daraus berechnet. Die Zeile „Abstimmung“ vergleicht das Ergebnis mit den gebuchten Steuerkonten - die Differenz ist nur die Rundung auf volle Euro (hier zwischen 9 und 18 Cent).

MonatKz 81 (19 %)Kz 86 (7 %)Kz 66 VorsteuerKz 83 Vorauszahlung
Juli 20263.896 € → 740,24 €11.328 € → 792,96 €991,55 €541,65 €
August 20263.890 € → 739,10 €10.669 € → 746,83 €215,21 €1.270,72 €
September 20264.836 € → 918,84 €3.716 € → 260,12 €654,69 €524,27 €
Oktober 2026 (bis 12.10.)1.817 € → 345,23 €1.158 € → 81,06 €190,00 €236,29 €
Umsatzsteuer-Voranmeldung Juli 2026: Vorauszahlung 541,65 €
Umsatzsteuer-Voranmeldung Juli 2026: Vorauszahlung 541,65 €.
Umsatzsteuer-Voranmeldung August 2026: Vorauszahlung 1
Umsatzsteuer-Voranmeldung August 2026: Vorauszahlung 1.270,72 €.
Umsatzsteuer-Voranmeldung September 2026: Vorauszahlung 524,27 €
Umsatzsteuer-Voranmeldung September 2026: Vorauszahlung 524,27 €.
Umsatzsteuer-Voranmeldung Oktober 2026 (bis 12
Umsatzsteuer-Voranmeldung Oktober 2026 (bis 12.10.): Vorauszahlung 236,29 €.

Im Oktober besteht die Vorsteuer (190,00 €) nur aus dem Storno der Miete: Die Generalumkehr im Oktober holt die im September gezogene Vorsteuer wieder zurück - die Voranmeldung September bleibt unverändert, der Oktober gleicht aus. Genau so verlangt es das Umsatzsteuerrecht.

Druckansicht der Voranmeldung September 2026 - die Ausgabe für die Unterlagen
Druckansicht der Voranmeldung September 2026 - die Ausgabe für die Unterlagen.

Die Druckansicht ist die Ausgabe für Ihre Unterlagen: Kopf mit Mandant, Zeitraum, Versteuerungsart und „festgeschrieben bis“, darunter die Kennzahlen. Mit XML-Datei für die Voranmeldung erzeugen Sie dieselben Werte als Datei für die Übermittlung.

21.6 Gewinn- und Verlustrechnung 2026

Gewinn- und Verlustrechnung 2026 mit Konten je Position: Jahresüberschuss 19
Gewinn- und Verlustrechnung 2026 mit Konten je Position: Jahresüberschuss 19.268,40 €.
PositionBetragBedeutung
1. Umsatzerlöse41.313,97 €Erlöse 7 % (26.952,52 €) + Erlöse 19 % (14.480,86 €) + Leergut (10,75 €) − gewährte Skonti (79,61 € + 50,55 €). Netto, ohne Umsatzsteuer.
5. Materialaufwand14.795,57 €Wareneingang 7 % und 19 % aus den Eingangsrechnungen, gemindert um erhaltene Skonti.
6. Personalaufwand7.000,00 €Die beiden Gehaltsbuchungen.
7. Abschreibungen250,00 €Die AfA-Zubuchung. Die Miete erscheint nicht mehr - sie wurde storniert.
17. Jahresüberschuss19.268,40 €Erlöse minus alle Aufwendungen. Dieselbe Zahl steht in der Bilanz und wird beim Saldovortrag auf das Ergebniskonto gebucht.

21.7 Betriebswirtschaftliche Auswertung 2026

BWA 2026: Rohertrag 64,19 %, Betriebsergebnis 46,64 % der Gesamtleistung
BWA 2026: Rohertrag 64,19 %, Betriebsergebnis 46,64 % der Gesamtleistung.

Die BWA stellt dasselbe Ergebnis in der Form des Steuerberaters dar: Gesamtleistung 41.313,97 € (100 %), Wareneinkauf 35,81 %, daraus Rohertrag 26.518,40 € = 64,19 %, Gesamtkosten 7.250,00 € (17,55 %) und Betriebsergebnis 19.268,40 € = 46,64 % der Gesamtleistung. Die Prozentwerte sind das, was Banken und Berater vergleichen.

21.8 Bilanz zum 31.12.2026

Bilanz zum 31
Bilanz zum 31.12.2026: Aktiva = Passiva = 32.496,24 €.
PositionBetragWoher die Zahl kommt
B. IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten19.494,61 €Kasse 9.778,46 + Sparkasse 2.312,31 + Volksbank 7.403,84.
II. 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen11.200,18 €Alle Kunden mit Soll-Saldo (offene Rechnungen).
4. sonstige Vermögensgegenstände2.051,45 €Die abziehbare Vorsteuer (443,14 + 1.608,31) - eine Forderung ans Finanzamt.
8. sonstige Verbindlichkeiten4.624,97 €Die Umsatzsteuer (1.881,14 + 2.743,83) - eine Schuld ans Finanzamt.
C. 8. kreditorische Debitoren1.057,93 €Zwei Kunden mit Guthaben (Gutschrift bzw. Überzahlung) - nach HGB auf der Passivseite.
C. 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen7.544,94 €Alle Lieferanten mit Haben-Saldo (offene Eingangsrechnungen).
Jahresüberschuss19.268,40 €Aus der GuV.
Summe Aktiva = Summe Passiva32.496,24 €Die Bilanz ist ausgeglichen. Steht hier eine Differenz, fehlen Eröffnungswerte oder ein Stapel ist unvollständig.

21.9 Einnahmenüberschussrechnung 2026

Einnahmenüberschussrechnung 2026: Gewinn 21
Einnahmenüberschussrechnung 2026: Gewinn 21.841,92 € inklusive Umsatzsteuer.

Die EÜR zeigt denselben Betrieb nach § 4 Abs. 3 EStG: Betriebseinnahmen 45.938,94 € (Umsatzerlöse 41.313,97 € plus vereinnahmte Umsatzsteuer 4.624,97 €), Betriebsausgaben 24.097,02 € (Wareneinsatz, Personal, Abschreibung plus verauslagte Vorsteuer 2.051,45 €), Gewinn 21.841,92 €. Der Unterschied zur GuV (19.268,40 €) ist genau die Umsatzsteuer abzüglich Vorsteuer - in der EÜR zählen Steuern als Einnahmen und Ausgaben, in der GuV nicht.

21.10 Offene Posten Debitoren und Kreditoren

Offene Posten Debitoren zum 31
Offene Posten Debitoren zum 31.12.2026: Saldo, offene Belege, Zahlungen ohne Beleg.

Bei allen Kunden stimmt der Saldo des Personenkontos mit den offenen Belegen überein - die Spalte „Differenz (unerklärt)“ ist leer. Nur Musterkunde Ost zeigt Besonderheiten: 333,18 € Barzahlungen ohne Rechnung (Spalte „Zahlungen ohne Beleg“) und −10,00 € unerklärt - das ist die Korrekturbuchung für den gesperrten Juli, die in der Warenwirtschaft bereits enthalten ist. Summe Debitoren 10.142,25 € wie in der SuSa.

Offene Posten Kreditoren zum 31
Offene Posten Kreditoren zum 31.12.2026.

Bei den Lieferanten entsprechen die Salden (Summe 7.544,94 €) den offenen Eingangsrechnungen; Verpackungswerk, Feinkost-Import, Getränke Mustermann usw. sind noch zu bezahlen.

21.11 Abschluss und Prüfliste nach dem Durchlauf

Abschluss nach dem Durchlauf: 0 Fehler, Juli gesperrt, übrige Monate offen
Abschluss nach dem Durchlauf: 0 Fehler, Juli gesperrt, übrige Monate offen.
Prüfliste: drei Warnungen zu Stammdaten, Hinweise auf offene Stapel
Prüfliste: drei Warnungen zu Stammdaten, Hinweise auf offene Stapel.

Die Ampel zeigt 0 Fehler, 3 Warnungen, 10 Hinweise aus 32 Prüfungen, „festgeschrieben bis 07/2026“. Die Warnungen sind Stammdaten-Themen des Musterbetriebs (Erlöskonto Leergut ohne UStVA-Kennzahl, Finanzkonto Volksbank nicht im Kontenplan, Beraternummer des Steuerberaters fehlt), die Hinweise nennen die noch nicht festgeschriebenen Stapel. Fehler gibt es keine - die Monate August bis Oktober können abgeschlossen werden.

21.12 Korrektur und Storno im Journal

Journal des Korrekturstapels: 10,00 € Bank an Kunde mit Bezug auf den Juli
Journal des Korrekturstapels: 10,00 € Bank an Kunde mit Bezug auf den Juli.

Die Korrektur: Stapel „KORR“, Datum 1. August, Belegfeld KORR0726, Bank 1800 an Musterkunde Ost 10004 über 10,00 € mit dem Text „Korrektur 07.2026 Warenwirtschaft“. So bleibt der Juli unverändert, und das Hauptbuch stimmt trotzdem wieder mit der Warenwirtschaft überein.

Journal des Stornostapels: Generalumkehr der Miete mit Steuer
Journal des Stornostapels: Generalumkehr der Miete mit Steuer.

Der Storno: Generalumkehr „GU Storno Miete Büro September“ am 5. Oktober - Konto 4210, Gegenkonto 1800, 1.190,00 € im Haben mit Steuer 190,00 €. Die Originalbuchung (Soll) und die Umkehr (Haben) heben sich auf; beide bleiben nachvollziehbar erhalten.

Festgeschriebener Zubuchungs-Stapel: Nummern 77 bis 80, nur noch Generalumkehr möglich
Festgeschriebener Zubuchungs-Stapel: Nummern 77 bis 80, nur noch Generalumkehr möglich.

Im festgeschriebenen Stapel „Zubuchungen September 2026“ tragen die Buchungen die Nummern 77 bis 80; statt Bearbeiten und Löschen gibt es nur noch den Knopf GU.

21.13 Jahresabschluss und Eröffnungswerte 2027

Jahresabschluss: Schritte zum Jahreswechsel, vorläufige Bilanz und GuV
Jahresabschluss: Schritte zum Jahreswechsel, vorläufige Bilanz und GuV.

Die Seite fasst den Jahreswechsel zusammen: Schritt 1 und 2 sind noch offen (5 Stapel offen, 1 von 12 Monaten gesperrt), rechts die vorläufige Bilanz und GuV mit dem Jahresüberschuss 19.268,40 €. Der Saldovortrag ins Jahr 2027 wurde im Beispiel bereits gebucht.

Summen- und Saldenliste 2027 mit den Eröffnungswerten aus dem Saldovortrag
Summen- und Saldenliste 2027 mit den Eröffnungswerten aus dem Saldovortrag.

Die Summen- und Saldenliste 2027 zeigt in der Spalte EB-Wert die Eröffnungswerte: Kasse 9.778,46 S, Sparkasse 2.312,31 S, Volksbank 7.403,84 S, Vorsteuer und Umsatzsteuer, das Konto 860 „Gewinnvortrag“ mit 19.268,40 H und alle offenen Debitoren und Kreditoren. Die Summe aller Eröffnungswerte ist null - das neue Jahr beginnt ausgeglichen.

22. Konten-Abgleich, Kontenzuordnung, Import und Dialogbuchen

Diese vier Funktionen erleichtern die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und mit anderen Programmen: Der Konten-Abgleich ergänzt fehlende Standardkonten Ihres Kontenrahmens, die Kontenzuordnung übersetzt Ihre Kontonummern beim Export in die des Steuerberaters, der Import liest Buchungen vom Steuerberater sowie Buchungen, Kunden und Lieferanten aus Textdateien ein, und Dialogbuchen schreibt einzelne Buchungen sofort fest. Sie erreichen die Seiten über die Knöpfe „Konten-Abgleich“, „Kontenzuordnung“ und „Import“ in der Leiste der Finanzbuchhaltung.

Konten-AbgleichFehlende Standardkonten ankreuzen und ergänzen - Ihre Konten bleiben unverändert
→
KontenzuordnungEigenes Konto → Konto des Steuerberaters, wirkt nur im Export
→
ImportBuchungen vom Steuerberater als eigener Stapel „Steuerberater“; Textdateien mit Profil
→
DialogbuchenHaken „sofort festschreiben“ in der Buchungserfassung

22.1 Konten-Abgleich (Kontenaktualisierung)

Konten-Abgleich: fehlende Standardkonten mit Häkchen
Konten-Abgleich: Die Liste zeigt nur Konten des Standard-Kontenrahmens, die in Ihrem Kontenplan fehlen. Angekreuzte Konten werden ergänzt.

Wenn der Steuerberater eine Buchungsdatei mit Konten liefert, die Sie noch nicht angelegt haben, oder wenn ein Kontenplan aus einer älteren Version stammt, fehlen oft nur wenige Konten des Standards. Der Konten-Abgleich vergleicht Ihren Kontenplan mit dem Standard des gleichen Kontenrahmens (SKR03 oder SKR04) und zeigt genau diese Konten. Es wird nur angelegt, nie geändert oder gelöscht - Ihre eigenen Konten, Kontierungen und Kennzahlen bleiben, wie sie sind.

ElementBedeutung
Kopfzeile „Vergleich mit dem Standard SKR03/SKR04“Zeigt den Kontenrahmen des Mandanten, die Anzahl Ihrer Konten, wie viele gegenüber dem Standard fehlen und wann zuletzt ergänzt wurde.
Alle / KeineSetzt bzw. entfernt die Häkchen aller sichtbaren Zeilen (nach dem Filtern nur der gefilterten).
Suchfeld „Konto oder Bezeichnung …“Filtert die Liste beim Tippen, z. B. „1373“ oder „Forderungen“.
Spalten Konto, Bezeichnung, Kategorie, QuelleKontonummer und Bezeichnung aus dem Standard; die Kategorie (Anlagevermögen, Forderungen, Betriebsausgaben …) bestimmt die Zuordnung in GuV, BWA und Bilanz; Quelle = Standard-Kontenplan oder Vorlage des Kontenrahmens.
Gewählte Konten ergänzenLegt die angekreuzten Konten mit Bezeichnung, Kategorie, Steuervorgabe und Kennzahlen aus dem Standard an. Nach einer Rückfrage erscheint die Meldung „… Konten angelegt“; die Seite lädt neu und zeigt nur noch die restlichen fehlenden Konten.
Grüner Hinweis „Ihr Kontenplan enthält alle Konten des Standards“Nichts zu tun.
Ergänzen Sie nur die Konten, die Sie wirklich brauchen - ein schlanker Kontenplan macht die Kontosuche in der Buchungserfassung übersichtlicher. Jede Ergänzung steht mit Benutzer und Uhrzeit im Protokoll der Finanzbuchhaltung.

22.2 Kontenzuordnung

Kontenzuordnung: eigenes Konto 8405 auf das Konto 8400 des Steuerberaters
Kontenzuordnung: Oben eine Zuordnung anlegen, unten die Liste der vorhandenen Zuordnungen mit Stift und Papierkorb.

Viele Betriebe buchen auf eigenen Konten (z. B. Erlöse auf 8405), während der Steuerberater dieselben Umsätze auf 8400 führt. Statt umzubuchen, tragen Sie einmal die Zuordnung 8405 → 8400 ein. Ihre Buchungen bleiben unverändert; nur beim Export für den Steuerberater wird die Kontonummer ersetzt - in beiden Exportwegen (Hauptbuch und Buchungsstapel der Warenwirtschaft).

FeldBedeutung
Eigenes KontoDie Kontonummer, die in Ihren Buchungen steht.
Konto beim SteuerberaterDie Nummer, die der Export stattdessen übergeben soll.
Zielsystem„alle Exporte“ = die Zuordnung gilt überall; „Export für den Steuerberater“, „Buchhaltungsprogramm (Text)“ oder „weiteres Steuerberater-Programm“ = nur für diesen Exportweg. Gibt es für ein Konto eine allgemeine und eine systembezogene Zuordnung, gewinnt die systembezogene.
Gültig von / Gültig bisOptional: Die Zuordnung gilt nur für Buchungen mit Datum in diesem Zeitraum - z. B. wenn der Steuerberater ab einem Jahr ein anderes Konto führt. Leer = unbegrenzt.
BemerkungFreier Hinweis, warum die Zuordnung besteht.
Speichern / NeuSpeichern legt die Zuordnung an bzw. übernimmt die Änderung; Neu leert die Felder. Eine doppelte Zuordnung (gleiches Konto, Zielsystem und Beginn) wird abgelehnt.
Liste „Zuordnungen“, Stift, PapierkorbAlle Zuordnungen mit Bezeichnung des eigenen Kontos. Stift lädt die Zeile zum Ändern nach oben, Papierkorb löscht nach Rückfrage - der Export übergibt dann wieder das eigene Konto.
Die Zuordnung ersetzt nur die Kontonummer. Steuerschlüssel, Beträge und Belegfelder bleiben, wie gebucht. Stimmen Sie neue Zuordnungen mit dem Steuerberater ab, damit beide Seiten denselben Kontenplan lesen.

22.3 Import: Buchungen vom Steuerberater

Import: Buchungsstapel-Datei des Steuerberaters mit Vorschau
Import links: Datei des Steuerberaters wählen - die Kennzahlen (Format, Zeilen, Zeitraum, Soll, Haben) und die Vorschau erscheinen sofort, bevor etwas gebucht wird.

Lohnbuchungen, Abschluss- und Umbuchungen erfassen oft der Steuerberater oder das Lohnbüro. Statt sie abzutippen, lesen Sie deren Buchungsstapel-Datei (das übliche Austauschformat der Steuerberater-Programme) ein. Die Buchungen landen als eigener Stapel mit der Quelle „Steuerberater“ und werden wie alle anderen Stapel geprüft, im Journal angezeigt und festgeschrieben.

ElementBedeutung
Datei auswählenDie Datei wird im Browser gelesen und sofort ausgewertet - es wird noch nichts gebucht.
Bezeichnung des StapelsOptional; leer = „Steuerberater <Zeitraum>“ bzw. die Bezeichnung aus dem Dateikopf.
Kennzahlen Format, Zeilen, Zeitraum, Soll, HabenFormat und Formatversion aus dem Dateikopf, Anzahl der Buchungen, Zeitraum des Stapels, Summen Soll und Haben (müssen gleich sein). Daneben ggf. „… fehlerhaft“ und die Bezeichnung des Stapels aus der Datei.
Vorschau (erste 20 Zeilen)Datum, Konto, Gegenkonto, Betrag, S/H, BU, Beleg, Text und - rot - der Hinweis je fehlerhafter Zeile (Datum fehlt, Konto nicht angelegt, Betrag 0, Konto = Gegenkonto). Gibt es fehlerhafte Zeilen, zeigt die Vorschau nur diese.
BU-SchlüsselDer Steuerschlüssel der Datei wird über die Steuerschlüssel-Tabelle Ihres Mandanten in den eigenen Schlüssel übersetzt (z. B. 9 = 19 % Vorsteuer). Ein unbekannter Schlüssel kommt ohne Steuer herein und wird als Hinweis vermerkt.
Belegdatum ohne JahrDas Format des Steuerberaters enthält nur Tag und Monat; das Jahr kommt aus dem Zeitraum im Dateikopf (bei Wirtschaftsjahren über den Jahreswechsel richtig zugeordnet).
Buchungen importierenNach Rückfrage entsteht der Stapel; danach öffnet sich die Buchungserfassung mit diesem Stapel. Bei fehlerhaften Zeilen oder ungleichen Summen wird nicht importiert - zuerst Konten ergänzen (Konten-Abgleich) oder die Datei korrigieren.
Reihenfolge, die sich bewährt hat: 1. Datei wählen, 2. rote Zeilen ansehen, 3. fehlende Konten im Konten-Abgleich ergänzen, 4. Datei erneut wählen, 5. importieren, 6. Stapel im Journal prüfen und festschreiben.

22.3a Import: Textdatei mit Profil (Buchungen, Kunden, Lieferanten)

Import rechts: Textdatei mit Importprofil, Profil bearbeiten mit Spaltenzuordnung
Rechts: Importprofil wählen oder anlegen - Trennzeichen, Textkennzeichen, Überschriftenzeile, Zeichensatz, Datumsformat und die Spaltenzuordnung Feld = Spaltennummer.

Für Tabellen aus anderen Programmen (Buchungslisten, Kunden- oder Lieferantenstämme als Text- oder CSV-Datei) legen Sie einmal ein Importprofil an, das beschreibt, welche Spalte welches Feld enthält. Danach genügt: Profil wählen, Datei wählen, Vorschau prüfen, importieren.

FeldBedeutung
ImportprofilGespeichertes Profil wählen; „Neues Profil“ öffnet leere Felder.
Jahr (bei Datum ohne Jahr)Enthält die Datei nur Tag und Monat, wird dieses Jahr ergänzt.
ArtBuchungen, Kunden oder Lieferanten - bestimmt, welche Zielfelder es gibt und wohin importiert wird (Stapel bzw. Adressenstamm).
Trennzeichen, TextkennzeichenSemikolon, Komma, Tabulator oder Strichpunkt; ein Textkennzeichen (z. B. Anführungszeichen) schützt Trennzeichen innerhalb eines Textes.
Erste Zeile = Überschriften„ja“ überspringt die erste Zeile.
Zeichensatz, DatumsformatWindows (ANSI) oder UTF-8; Datum TT.MM.JJJJ, JJJJ-MM-TT, TTMM oder TTMMJJJJ.
SpaltenzuordnungJe Angabe „Feld=Spaltennummer“, durch Semikolon getrennt (Spalten ab 1). Buchungen: Datum, Betrag, Soll/Haben (Sollkonto/Habenkonto) oder Konto/Gegenkonto/SollHaben, BU, Belegfeld1, Belegfeld2, Buchungstext, Kost1, Kost2. Kunden/Lieferanten: Kundennummer, Name1, Name2, Matchcode, Strasse, HausNr, PLZ, Ort, Land, Telefon1, Telefon2, Telefax, Mobil, Email, Homepage, SteuerID, Inhaber.
Profil speichern / Profil löschenSpeichert das Profil für alle Benutzer des Mandanten bzw. löscht es nach Rückfrage.
Datei auswählen, Bezeichnung des StapelsWie beim Import vom Steuerberater; Buchungen erzeugen einen Stapel mit Quelle „Import“. Kunden und Lieferanten werden nur neu angelegt (vorhandene Kundennummern werden übersprungen und als Hinweis gezählt) - mit den Vorgaben des Adressenstamms für neue Kunden bzw. Lieferanten.

22.4 Dialogbuchen - sofort festschreiben

Buchungserfassung mit dem Haken Dialogbuchen - sofort festschreiben
Buchungserfassung: Der Haken „Dialogbuchen - sofort festschreiben“ steht neben dem BU-Feld; die Vorgabe kommt aus den Einstellungen.

Normalerweise bleibt eine Zubuchung änderbar, bis Sie den Stapel festschreiben oder den Monat abschließen. Beim Dialogbuchen wird jede Buchung sofort beim Buchen festgeschrieben - sie bekommt ihre endgültige Nummer und lässt sich nur noch per Generalumkehr stornieren. Das entspricht der Arbeitsweise vieler Steuerberater und erfüllt die Anforderung an die zeitnahe Festschreibung besonders streng.

ElementBedeutung
Haken „sofort festschreiben“ in der BuchungserfassungGilt für die nächste Buchung. Gesetzt = festgeschrieben; nicht gesetzt = änderbar bis zur Festschreibung des Stapels.
Vorgabe unter Buchhaltung › Einstellungen („Dialogbuchen“)Bestimmt, ob der Haken beim Öffnen der Seite gesetzt ist. Je Buchung können Sie ihn umschalten.
Journal / StapelFestgeschriebene Einzelbuchungen erscheinen mit Nummer ohne Klammern; der Stapel selbst bleibt offen, bis alle Buchungen festgeschrieben sind oder Sie ihn festschreiben.
Beim Dialogbuchen gibt es kein „Rückgängig“ - Tippfehler korrigieren Sie nur über eine Generalumkehr und eine neue Buchung. Arbeiten Sie mit Vorlagen (Abschnitt 7), wenn Sie wiederkehrende Buchungen sicher erfassen wollen.

23. Umsatzsteuer: Plausibilitätsprüfung, Jahreserklärung und Dauerfristverlängerung

Drei Seiten der Leiste runden die Umsatzsteuer ab: Die USt-Prüfung findet Buchungen, bei denen Steuer und Bemessungsgrundlage nicht zusammenpassen - bevor das Finanzamt oder der Steuerberater fragt. USt-Jahr stellt die Jahreswerte für die Umsatzsteuer-Jahreserklärung zusammen und stimmt sie gegen die zwölf Voranmeldungen ab. Dauerfrist berechnet die Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung, erzeugt die Datei für den Antrag und bucht die Zahlung.

USt-PrüfungBemessung × Satz gegen gebuchte Steuer, Steuerkonten, Belegliste
→
UStVA je Monatwie bisher - „Als gemeldet markieren“
→
USt-JahrJahreswerte, 12 Monate berechnet/gemeldet, Rest für die Jahreserklärung
→
Dauerfrist1/11 des Vorjahres, Antrag als Datei, Buchung

23.1 USt-Prüfung (Plausibilitätsprüfung)

USt-Prüfung: Summen je Steuersatz, Saldo der Steuerkonten, Belegliste der Auffälligkeiten
USt-Prüfung für ein Jahr: oben die Summen je Steuersatz mit erwarteter und gebuchter Steuer, darunter die Buchungen, die auffallen - im Beispiel ein Verkauf ohne Steuerschlüssel und eine Umbuchung direkt auf dem Umsatzsteuerkonto.

Die Prüfung rechnet für jeden Steuersatz nach: Bemessungsgrundlage × Satz muss der gebuchten Steuer entsprechen, und die gebuchte Steuer muss mit dem Saldo des Steuerkontos übereinstimmen. Jede Abweichung wird mit Beleg aufgelistet, damit Sie sie direkt im Journal oder Kontoblatt nachsehen können (Klick auf die Kontonummer).

Bereich / SpalteBedeutung
Filter Jahr, Von, BisZeitraum der Prüfung - üblich der Monat vor der Voranmeldung oder das ganze Jahr vor der Jahreserklärung.
Kennzahl „Abweichungen gesamt“Summe aller gefundenen Differenzen mit Anzahl der Befunde. Grün = keine Abweichung, rot = bitte prüfen.
Umsatzsteuer je Steuersatz / Vorsteuer je SteuersatzJe Satz die Anzahl Buchungen, Bemessung netto, Steuer erwartet (Netto × Satz), Steuer gebucht und die Differenz. Darunter die Zeile „Saldo Steuerkonto …“: der Saldo des zugehörigen Umsatz- bzw. Vorsteuerkontos im Zeitraum und seine Abweichung von der gebuchten Steuer.
Buchungen mit abweichender SteuerEinzelne Buchungen, bei denen die gebuchte Steuer mehr als 2 Cent von Netto × Satz abweicht - z. B. manuell geänderte Steuerbeträge oder importierte Buchungen mit falschem Satz.
Buchungen ohne Steuer auf Konten mit SteuervorgabeBuchungen auf einem Erlös- oder Aufwandskonto, das eine Steuervorgabe trägt (z. B. Erlöse 19 %), aber ohne Steuer gebucht wurde - meist ein vergessener Steuerschlüssel. „Steuer erwartet“ zeigt, welche Steuer im Bruttobetrag stecken müsste. Wurde bewusst mit dem Schlüssel „ohne Steuer“ gebucht, steht das dabei (Vorlage: steuerfreie Umsätze gehören auf ein eigenes Konto).
Direkte Buchungen auf Umsatz-/VorsteuerkontenBuchungen, bei denen ein Steuerkonto selbst Konto oder Gegenkonto ist. Zahllast-Überweisungen ans Finanzamt und Umbuchungen auf das Verrechnungskonto sind hier richtig; Erlöse oder Aufwand direkt auf einem Steuerkonto verfälschen die Voranmeldung.
Excel, CSV, PDF, DruckenWie bei allen Auswertungen - die Belegliste eignet sich als Arbeitsliste für die Korrektur.
Korrigieren Sie Befunde per Generalumkehr und Neubuchung (festgeschriebene Buchungen) oder direkt in der Buchungserfassung (offene Stapel) und lassen Sie die Prüfung erneut laufen, bis die Kennzahl grün ist - dann erst die Voranmeldung erstellen.

23.2 USt-Jahr (Umsatzsteuer-Jahreserklärung)

USt-Jahr: Jahreswerte mit Kennzahlen, Voranmeldungen je Monat, Abstimmung
USt-Jahr: Jahreswerte mit Kennzahlen, darunter die zwölf Monate (berechnet und gemeldet) und die Abstimmung mit dem Rest für die Jahreserklärung.

Die Jahreserklärung selbst reicht der Steuerberater ein. Diese Seite liefert ihm die Jahreswerte (dieselben Kennzahlen wie in der Voranmeldung, über das ganze Jahr gerechnet) und zeigt Ihnen, ob die zwölf Voranmeldungen zusammen zum Jahr passen.

Bereich / SpalteBedeutung
JahrWirtschaftsjahr der Erklärung (Vorgabe: Vorjahr).
Kennzahl „Jahreszahllast“ / „Jahresüberschuss“Umsatzsteuer minus Vorsteuer des ganzen Jahres.
JahreswerteKennzahl, Bezeichnung, Bemessungsgrundlage in vollen Euro, Steuer und Satz - genau wie die Voranmeldung, nur für das Jahr.
Voranmeldungen je MonatJe Monat die aus dem Hauptbuch berechnete Zahllast, daneben der Wert, den Sie mit „Als gemeldet markieren“ in der Voranmeldung vermerkt haben, und die Differenz. Nicht markierte Monate sind gekennzeichnet.
AbstimmungJahreszahllast gegen die Summe der Monate (berechnet bzw. gemeldet), Sondervorauszahlung des Jahres, und als Ergebnis die verbleibende Zahllast (Nachzahlung) oder der Überschuss (Erstattung) für die Jahreserklärung. Zur Kontrolle der Saldo der Steuerkonten im Jahr.
XML-Datei (Jahr)Jahreswerte als Datei im Aufbau der Voranmeldungsdatei (Zeitraum „JA“) zur Weitergabe an den Steuerberater.
Weichen berechnete und gemeldete Monatswerte ab, wurde nach der Meldung noch im Monat gebucht. Die Differenz gehört in die Jahreserklärung - oder in eine berichtigte Voranmeldung, wenn der Monat noch offen ist.

23.3 Dauerfrist (Dauerfristverlängerung)

Dauerfristverlängerung: Vorauszahlungen des Vorjahres, 1/11 als Vorschlag, Betrag speichern, XML, buchen
Dauerfrist: Die Vorauszahlungen des Vorjahres, das Elftel als Vorschlag, der gespeicherte Betrag, die Datei für den Antrag und die Buchung an die Bank.

Mit der Dauerfristverlängerung dürfen Sie jede Voranmeldung einen Monat später abgeben. Dafür melden und zahlen Sie bis zum 10. Februar eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorauszahlungen des Vorjahres; sie wird in der Dezember-Voranmeldung wieder angerechnet (Kennzahl 39).

ElementBedeutung
KennzahlenSumme der monatlichen Vorauszahlungen des Vorjahres (aus dem Hauptbuch), das Elftel als Vorschlag und der für dieses Jahr gespeicherte Betrag.
Sondervorauszahlung (EUR), SpeichernBetrag anpassen (z. B. Neugründung, Schätzung des Finanzamts) und speichern - er erscheint in der Jahreserklärung des Jahres.
XML-Datei (Antrag)Antrag auf Dauerfristverlängerung mit der Sondervorauszahlung (Kennzahl 38) als Datei zur Weitergabe; die Übertragung ans Finanzamt erfolgt über den Steuerberater bzw. das Finanzamtsportal.
Sondervorauszahlung buchenBankkonto und Datum wählen, Buchen: Konto „Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 1/11“ an Bank, ohne Steuer, Beleg SVZ<Jahr>, eigener Stapel „Sondervorauszahlung <Jahr>“. Fehlt das Konto im Kontenplan, weist die Seite darauf hin (Konten-Abgleich). Eine bereits gebuchte Zahlung wird angezeigt.
Das Konto der Sondervorauszahlung trägt die Kennzahl 39 - die Dezember-Voranmeldung rechnet sie damit automatisch an. Prüfen Sie im Dezember in der Voranmeldung die Zeile „Sondervorauszahlung“.

24. Anlagen: Anlagenverzeichnis, Abschreibungsplan, AfA-Lauf, Anlagenspiegel

Mit der Anlagenbuchhaltung führen Sie Ihr Anlagevermögen - Fahrzeuge, Maschinen, Büroausstattung, Computer - mit Anschaffungswert, Nutzungsdauer und Abschreibungsmethode. Hanware berechnet daraus den Abschreibungsplan je Monat, bucht die Abschreibungen mit dem AfA-Lauf ins Hauptbuch (AfA-Konto an Anlagenkonto), erzeugt den Anlagenspiegel für Bilanz und Steuerberater und behandelt den Abgang einer Anlage mit dem Restbuchwert. Die Seite erreichen Sie über den Knopf „Anlagen“ in der Leiste.

Anlage anlegenKonten, Anschaffung, Methode, Nutzungsdauer - Plan entsteht beim Speichern
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AfA-Laufoffene Monate buchen: Stapel „AfA MM/JJJJ“, AfA-Konto an Anlagenkonto
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AnlagenspiegelZugänge, Abgänge, AfA kumuliert, Buchwerte je Konto
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AbgangVerkauf/Verschrottung: Restbuchwert auf „Anlagenabgang“

24.1 Anlagenverzeichnis

Anlagen: Kennzahlen, AfA-Lauf mit offenen Monaten, Anlagenverzeichnis
Anlagen: oben die Kennzahlen und der AfA-Lauf mit den offenen Monaten, darunter das Verzeichnis mit Anschaffungskosten, Methode, gebuchter AfA und Buchwert.
ElementBedeutung
KennzahlenAnzahl der Anlagen im Bestand, Summe der Anschaffungskosten, Buchwert nach gebuchter AfA und die offene AfA bis heute (rot, wenn Monate noch zu buchen sind).
AfA-Lauf: Bis Monat / Jahr, „AfA buchen“Bucht alle offenen Monate des Abschreibungsplans aller Anlagen bis zum gewählten Monat. Je Monat entsteht ein Stapel „AfA MM/JJJJ“ mit einer Buchung je Anlage: AfA-Konto (Soll) an Anlagenkonto (Haben), ohne Steuer, Belegfeld AFAMMJJJJ, Kostenstelle der Anlage. Gesperrte Monate werden übersprungen und in der Meldung genannt. Ein zweiter Lauf bucht nichts doppelt.
Offene Monate (Badges)Je Monat Summe und Anzahl der noch nicht gebuchten AfA-Beträge bis zum laufenden Monat.
Filter Statusalle, aktiv, voll abgeschrieben, abgegangen.
SpaltenInventarnummer (Klick öffnet die Anlage), Bezeichnung, Anlagenkonto, Anschaffungsdatum, AK (Anschaffungskosten netto), Methode mit Nutzungsdauer, AfA gebucht (mit Anzahl Monate), Buchwert, Status.
Stift / PapierkorbBearbeiten; Löschen nur, solange keine AfA gebucht ist.
Neue Anlage, Anlagenspiegel, AbschreibungslisteKnöpfe oben rechts.

24.2 Anlage (Stammdaten, Abschreibungsplan, Abgang)

Anlage: Stammdaten links, Abschreibungsplan je Monat rechts, Abgang unten
Anlage: links Stammdaten und Abgang, rechts der Abschreibungsplan je Monat mit Status gebucht/offen.
FeldBedeutung
InventarnummerEindeutige Nummer; leer = automatisch (A0001 …).
Bezeichnung, Standort, Kostenstelle, BemerkungFreie Angaben; die Kostenstelle wird in jede AfA-Buchung übernommen.
Anlagenkonto (Bestand)Bestandskonto des Anlagevermögens, z. B. 0420 Büroeinrichtung, 0320 Pkw (SKR03) bzw. 0650 / 0520 (SKR04). Muss im Kontenplan angelegt sein.
AfA-Konto (Aufwand)Abschreibungskonto, z. B. 4830 (SKR03) / 6220 (SKR04).
Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten nettoAb dem Anschaffungsmonat läuft die AfA (monatsgenau). Kosten ohne Umsatzsteuer.
AfA-Methodelinear: gleiche Monatsraten über die Nutzungsdauer, Rundungsrest in der letzten Rate · degressiv: AfA-Satz % vom Restbuchwert zu Jahresbeginn, Wechsel zu linear, sobald die lineare AfA höher ist · GWG: Sofortabschreibung im Anschaffungsmonat (geringwertige Wirtschaftsgüter) · Sammelposten: ein Fünftel je Jahr über fünf Jahre, unabhängig vom Anschaffungsmonat · keine: nicht abnutzbar (Grundstück, Beteiligung).
Nutzungsdauer (Monate), AfA-Satz %Nutzungsdauer nach der amtlichen AfA-Tabelle in Monaten (z. B. Pkw 72, Notebook 36); AfA-Satz nur bei degressiv.
Restwert (Erinnerungswert)Betrag, der am Ende stehen bleibt (Vorgabe 1,00 €; GWG und Sammelposten 0).
Eingangsbeleg-Nr., LieferantVerweis auf die Eingangsrechnung und den Lieferanten (Adress-Nr.).
SpeichernPrüft Konten, Methode und Nutzungsdauer, speichert und berechnet den Plan. Nach gebuchter AfA sind Anschaffung, Methode und Anlagenkonto festgeschrieben; Bezeichnung, Standort, Kostenstelle und Nutzungsdauer bleiben änderbar - bei kürzerer Nutzungsdauer wird der Rest neu auf die verbleibenden Monate verteilt.
AfA-Plan vorschauZeigt den Plan für die eingegebenen Werte, ohne zu speichern.
Abschreibungsplan (rechts)Je Monat AfA-Betrag, Restbuchwert danach und Status „gebucht“ (mit Buchung im Hauptbuch) oder „offen“.
Abgang: Datum, Erlös, Restbuchwert buchenAb dem Abgangsmonat wird keine AfA mehr geplant; die Anlage bekommt den Status „abgegangen“. Mit „ja“ wird der Restbuchwert auf das Konto „Anlagenabgang“ (2315 SKR03 / 6895 SKR04) an das Anlagenkonto gebucht - fehlt das Konto, weist die Seite darauf hin. Der Verkaufserlös selbst wird über die Ausgangsrechnung oder das Kassenbuch gebucht; der Betrag hier dient der Information im Anlagenspiegel.
Legen Sie neue Anlagen gleich beim Buchen der Eingangsrechnung an - dann läuft die AfA ab dem richtigen Monat, und der Monatsabschluss enthält sie über den AfA-Lauf automatisch.

24.3 Anlagenspiegel und Abschreibungsliste

Anlagenspiegel: Anschaffungskosten Beginn/Zugang/Abgang/Ende, AfA kumuliert, Buchwert je Konto
Anlagenspiegel eines Jahres je Anlagenkonto mit Summen.
SpalteBedeutung
AK Beginn, Zugang, Abgang, AK EndeAnschaffungskosten zu Jahresbeginn, Zugänge und Abgänge des Jahres, Stand am Jahresende.
AfA kum. Beginn, AfA Jahr, AfA kum. EndeAbschreibungen bis zum Vorjahr, Abschreibung des Jahres laut Plan (gebucht und noch offen), Stand am Jahresende; bei Abgang wird die kumulierte AfA ausgebucht.
Buchwert EndeAK Ende minus AfA kumuliert Ende - der Wert, der in der Bilanz steht.
Abschreibungsliste: AfA des Jahres je Anlage, gebucht, offen, Buchwert Ende
Abschreibungsliste: AfA des Jahres je Anlage - geplant, bereits gebucht, noch offen - und Buchwert zum Jahresende.

Die Abschreibungsliste ist die Arbeitsliste vor dem Monats- oder Jahresabschluss: Steht in „offen“ ein Betrag, fehlt noch ein AfA-Lauf. Beide Auswertungen lassen sich wie alle anderen drucken, als PDF, Excel oder CSV ausgeben; der Klick auf die Inventarnummer öffnet die Anlage.

Die steuerlichen Regeln (Nutzungsdauer, GWG-Grenze, Sammelposten, degressive Sätze) ändern sich - stimmen Sie die Methode je Anlage mit Ihrem Steuerberater ab. Hanware rechnet mit den Angaben, die Sie erfassen.

25. Kennzahlen, Rating-BWA, Grafik, Budget und Kostenstellen

Diese Seiten machen aus dem Hauptbuch Steuerungsinformation: Die Kennzahlen zeigen Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage mit Vorjahr und Bewertung, die Rating-BWA bereitet dieselben Zahlen so auf, wie Banken sie lesen, die Grafik zeigt den Monatsverlauf von Erlösen, Kosten und Ergebnis, das Budget stellt Planwerte je Konto dem Ist gegenüber und schätzt die Liquidität der nächsten Monate, und die Kostenstellen-Auswertung verteilt Erlöse und Kosten auf Kostenstellen und Kostenträger.

KennzahlenRentabilität, Liquidität, Eigenkapital - mit Vorjahr und Ampel-Bewertung
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Rating-BWABankenlogik: % der Gesamtleistung, Punkte, Ratingklasse A-E
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BudgetPlan je Konto, Plan/Ist, Liquiditätsvorschau
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KostenstellenErlöse und Kosten je Kostenstelle/-träger

25.1 Kennzahlen

Kennzahlen: Ertragslage und Vermögens-/Finanzlage mit Vorjahr und Bewertung
Kennzahlen: oben die Grafik des Monatsverlaufs, darunter Ertragslage und Vermögens-/Finanzlage - jede Kennzahl mit Wert, Vorjahr, Veränderung und Bewertung.
KennzahlBedeutung und Bewertung
Umsatzerlöse, Gesamtleistung, Rohertrag, RohertragsquoteUmsatz plus Bestandsveränderung und Eigenleistung = Gesamtleistung; abzüglich Material-/Wareneinsatz = Rohertrag. Rohertragsquote ≥ 30 % gut, ≥ 15 % mittel.
PersonalkostenquotePersonalkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung: ≤ 25 % gut, ≤ 40 % mittel.
Betriebsergebnis, EBITDA, EBITDA-Marge, EBIT, Ergebnis vor Steuern, vorläufiges ErgebnisStufen des Ergebnisses: Betriebsergebnis vor Zinsen und neutralem Ergebnis, EBITDA zusätzlich vor Abschreibungen (≥ 10 % der Gesamtleistung gut), EBIT vor Zinsen und Steuern, Ergebnis vor Steuern, vorläufiges Ergebnis nach Steuern vom Einkommen.
UmsatzrentabilitätErgebnis in % vom Umsatz: ≥ 5 % gut, ≥ 2 % mittel.
CashflowErgebnis plus Abschreibungen - die Mittel, die das Geschäft selbst erwirtschaftet.
Bilanzsumme, Eigenkapital, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, AnlagenintensitätVereinfachte Bilanz zum Stichtag aus dem Hauptbuch: Eigenkapital = Bilanzsumme − Fremdkapital (Verbindlichkeiten, Lieferanten, Rückstellungen, Umsatzsteuer-Zahllast). Eigenkapitalquote ≥ 30 % gut, ≥ 15 % mittel; Verschuldungsgrad (Fremd-/Eigenkapital) ≤ 2 gut.
Liquide Mittel, Liquidität 1./2./3. GradesKasse und Bank im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten - 1. Grad nur liquide Mittel (≥ 20 % gut), 2. Grad plus Forderungen (≥ 100 % gut), 3. Grad plus Vorräte (≥ 120 % gut).
Debitorenlaufzeit, KreditorenlaufzeitWie viele Tage Kunden im Schnitt zahlen (≤ 30 gut, ≤ 60 mittel - sonst Mahnwesen prüfen) und wie lange Sie Lieferanten bezahlen.
ZinsdeckungEBIT im Verhältnis zum Zinsaufwand: ≥ 3 gut, ≥ 1 mittel.
Filter, ExportJahr, Von, Bis; Vorjahr = derselbe Zeitraum ein Jahr früher. Druck, PDF, Excel, CSV wie bei allen Auswertungen; Knopf „Rating-BWA“ wechselt zur Bankensicht.
Die Bewertungen sind Richtwerte über alle Branchen. Im Getränkegroßhandel mit hohem Wareneinsatz sind Rohertragsquoten unter 30 % normal - vergleichen Sie vor allem mit dem eigenen Vorjahr.

25.2 Rating-BWA

Rating-BWA: Ertragslage in % der Gesamtleistung, Finanzlage, Rating-Kennzahlen mit Punkten und Ratingklasse
Rating-BWA: Ertragslage in Prozent der Gesamtleistung, Vermögens- und Finanzlage, acht Rating-Kennzahlen mit Punkten und die Ratingklasse.

Banken bewerten Jahresabschluss und BWA nach festen Kennzahlen. Die Rating-BWA zeigt Ihnen vorab, wie Ihre Zahlen dort ankommen: Jede der acht Kennzahlen (Eigenkapitalquote, Umsatzrentabilität, EBITDA-Marge, Cashflow-Quote, Liquidität 2. Grades, dynamischer Verschuldungsgrad, Debitorenlaufzeit, Zinsdeckung) bekommt 0-5 Punkte; aus der Punktequote entsteht die Ratingklasse A (sehr gut) bis E (kritisch). Die Punktegrenzen stehen in der Zeile der Ratingklasse. Nehmen Sie die Rating-BWA mit Kennzahlen und Grafik zum Bankgespräch mit (Druck/PDF).

25.3 Grafik Monatsverlauf

BWA mit Grafik: Erlöse und Kosten als Balken je Monat, Ergebnis als Linie, Vorjahr gestrichelt
Grafik über der BWA: Erlöse (blau) und Kosten (orange) je Monat, Ergebnis als grüne Linie, Ergebnis des Vorjahres gestrichelt.

Die Grafik erscheint über GuV, BWA, Kennzahlen und Rating-BWA für das gewählte Jahr. Fahren Sie mit der Maus über Balken oder Punkte, um die Beträge zu sehen; die Zeile rechts neben der Überschrift nennt die Jahressummen. Beim Drucken wird die Grafik nicht ausgegeben.

25.4 Budget und Liquiditätsvorschau

Budget: Planwerte je Konto mit Vorjahr-Ist, Plan, Ist und Abweichung; Liquiditätsvorschau 6 Monate
Budget: Kennzahlen Plan/Ist, Planwerte je Erlös- und Kostenkonto, Vorlage aus dem Vorjahr, darunter die Liquiditätsvorschau.
ElementBedeutung
JahrPlanjahr; die Liste zeigt alle Erfolgskonten mit Buchungen im Jahr oder Vorjahr sowie Konten mit Planwert.
Ist Vorjahr, Plan, Ist, AbweichungErlöse und Kosten jeweils positiv. Plan = Jahreswert je Konto; Abweichung = Ist − Plan (rot, wenn Erlöse unter oder Kosten über Plan liegen).
Vorjahr übernehmen (± %)Übernimmt das Vorjahres-Ist als Plan, erhöht oder vermindert um den Prozentsatz - wahlweise nur für Konten ohne Planwert oder für alle.
Weiteres KontoKonto ohne bisherige Buchungen in die Planung aufnehmen.
Budget speichernSpeichert alle Planwerte des Jahres (Planwert 0 löscht die Zeile); jede Speicherung steht im Protokoll.
Plan/Ist-VergleichAuswertung je Konto: Plan Jahr, Plan anteilig bis zum Stichtag, Ist, Abweichung in € und %, Vorjahr-Ist; Summen Erlöse, Kosten, Ergebnis. Als Druck/PDF/Excel.
Liquiditätsvorschau (6 Monate)Bankbestand heute, je Monat die erwarteten Eingänge (offene Kundenrechnungen und Gutschriften nach Fälligkeit, überfällige im laufenden Monat), die erwarteten Ausgänge (offene Lieferantenrechnungen), das laufende Geschäft laut Budget (Plan-Saldo / 12) und der Endbestand - rot, wenn er negativ wird.
Plan/Ist-Vergleich: Plan Jahr, Plan anteilig, Ist, Abweichung in Euro und Prozent
Plan/Ist-Vergleich mit anteiligem Plan bis zum Stichtag.

25.5 Kostenstellen und Kostenträger

Kostenstellen-Auswertung: Erlöse, Kosten, Ergebnis je Kostenstelle mit Konten
Kostenstellen-Auswertung: je Kostenstelle Erlöse, Kosten, Ergebnis und Anteil an den Gesamtkosten, darunter die Konten.

Jede Buchung kann eine Kostenstelle (z. B. Verwaltung, Lager, Fuhrpark) und einen Kostenträger (z. B. Produktgruppe, Projekt) tragen - in der Buchungserfassung, in den Vorlagen und bei den Anlagen (AfA). Die Auswertung summiert je Kostenstelle Erlöse und Kosten aus den Erfolgskonten, zeigt das Ergebnis und den Anteil an den Gesamtkosten und listet darunter die Konten mit Klick ins Kontoblatt. Buchungen ohne Kostenstelle stehen in einer eigenen Gruppe „ohne Kostenstelle“. Mit dem Filter „Auswertung nach“ wechseln Sie zum Kostenträger. Die Bezeichnungen kommen aus dem Kostenstellen-Stamm (Buchhaltung › Kostenstellen).

Die Warenwirtschaft übernimmt derzeit keine Kostenstellen in das Hauptbuch; die Auswertung ist daher nur so vollständig wie die Kostenstellen Ihrer Zubuchungen und AfA-Buchungen.

26. Jahreswechsel, Berichtspakete, Auswertungsaufbau, Belegbild, Saldenvorträge, Hinweise, Konto-Assistent

Dieser Abschnitt beschreibt die Bedienhilfen der Finanzbuchhaltung: die Hinweise auf der Startseite, die Jahreswechsel-Seite mit drei Schritten, Berichtspakete als Sammelbericht für Steuerberater und Bank, den Auswertungsaufbau zum Anpassen von GuV und BWA, das Belegbild an der Buchung, manuelle Saldenvorträge beim Start und den Konto-Assistenten, der alles zu einem Konto in einer Maske zeigt.

26.1 Hinweise auf der Startseite

Buchführung mit Hinweisen: Prüfliste als Ampel, offene Stapel, Vormonat, AfA, UStVA
Startseite „Buchführung“ mit den laufenden Hinweisen - rot Fehler, gelb Warnung, blau Information, grün in Ordnung.
HinweisBedeutung
Prüfliste (rot/gelb/grün)Ergebnis der Prüfliste des Jahres: Fehler, Warnungen oder ohne Befund - Klick öffnet den Abschluss mit der Prüfliste.
Offene StapelStapel des Jahres, die noch nicht festgeschrieben sind.
Vormonat nicht abgeschlossenDer Vormonat hat offene Buchungen oder ist nicht gesperrt - Erinnerung an die zeitnahe Festschreibung nach GoBD.
Offene AfAMonate des Abschreibungsplans, die noch nicht gebucht sind - Klick führt zum AfA-Lauf.
Differenzen in gesperrten MonatenDie Warenwirtschaft wurde nach dem Abschluss geändert - Korrektur über die Buchführung.
Monate ohne „UStVA gemeldet“Vergangene Monate, deren Voranmeldung nicht als gemeldet markiert ist.
Auge-Symbol / „Hinweise einblenden“Blendet die Hinweise für alle Benutzer aus bzw. wieder ein (Einstellung).

26.2 Jahreswechsel

Jahreswechsel: drei Schritte mit Status je Punkt
Jahreswechsel: Schritt 1 Buchen im alten Jahr, Schritt 2 Steuerberater-Paket, Schritt 3 Abschluss und neues Jahr - jeder Punkt mit Status und Sprung zur passenden Seite.
SchrittInhalt
1 Buchen im alten JahrStapel festgeschrieben? AfA des Jahres gebucht? Prüfliste ohne Fehler? Alle Voranmeldungen gemeldet? Jeder Punkt führt zur passenden Seite.
2 Steuerberater-PaketBuchungsstapel-Export des Jahres (nur festgeschriebene), Jahrespaket als ZIP (Berichtspakete), Jahreswerte der Umsatzsteuer - erledigt, sobald ein Export des Jahres im Protokoll steht.
3 Abschluss und neues JahrAlle zwölf Monate gesperrt? Saldovortrag ins neue Jahr gebucht (Eröffnungsstapel)? Manuelle Saldenvorträge nur bei Übernahme von außen.
Der steuerliche Jahresabschluss bleibt beim Steuerberater. Seine Abschlussbuchungen lesen Sie anschließend über „Import“ ein - sie landen als Stapel „Steuerberater“ im alten Jahr; danach den Saldovortrag erneut buchen (ersetzt den Eröffnungsstapel).

26.3 Berichtspakete (Sammelbericht, Bankenmappe)

Berichtspakete: Zeitraum wählen, Pakete Monatspaket, Jahrespaket, Bankenmappe
Berichtspakete: Jahr, Zeitraum und Dateiformat wählen, dann ein Paket erzeugen - oder Pakete anlegen und bearbeiten.
ElementBedeutung
Jahr, Zeitraum (Monat/Quartal/Jahr), DateiformatGilt für das nächste „Erzeugen“. PDF braucht die PDF-Erzeugung des Servers; HTML geht immer.
ErzeugenLädt eine ZIP-Datei mit einer Datei je Auswertung (nummeriert in der Reihenfolge des Pakets) und einer Inhaltsübersicht. Journal und UStVA für den Zeitraum, Bilanz/Anlagenspiegel/offene Posten zum Stichtag am Ende, Kennzahlen und Rating mit Vorjahr. Jede Erzeugung steht im Protokoll (zählt für den Jahreswechsel-Schritt 2).
VorgabepaketeBeim ersten Aufruf entstehen „Monatspaket Steuerberater“ (Journal, SuSa, UStVA, BWA, offene Posten), „Jahrespaket Steuerberater“ (Journal, SuSa, GuV, Bilanz, Anlagenspiegel, offene Posten) und „Bankenmappe“ (BWA, GuV, Bilanz, Kennzahlen, Rating-BWA, offene Posten Debitoren).
Neues Paket / Stift / PapierkorbBezeichnung, Zeitraumart und die Auswertungen ankreuzen; Pakete gelten für alle Benutzer.

26.4 Auswertungsaufbau (GuV, BWA, eigene Erfolgsrechnung)

Auswertungsaufbau: Zeilen der BWA mit Typ, Zuordnung, Formel, Vorzeichen, Fett
Auswertungsaufbau der BWA: jede Zeile mit Nummer, Bezeichnung, Typ, Zuordnung bzw. Formel, Vorzeichen und Fettdruck.
FeldBedeutung
Auswahl oben rechtsGUV, BWA oder eine eigene Auswertung.
ZeileNummer, bestimmt die Reihenfolge und wird in Formeln verwendet.
TypK = Konten (Zuordnung über den GuV-Text der Konten), S = Summe/Formel (z. B. +40+50), U = Überschrift.
ZuordnungGuV-Text aus dem Kontenplan; mehrere mit |, % als Joker (z. B. „Umsatzerl%se“), * = alle noch nicht zugeordneten Erfolgskonten.
Vorzeichen, Fett− dreht die Anzeige (Kosten positiv), Fett hebt die Zeile hervor.
Zeile anfügen, ×, SpeichernZeilen ergänzen oder entfernen; Speichern ersetzt alle Zeilen der Auswertung (doppelte Nummern werden abgelehnt).
Kopieren als …Legt eine eigene Auswertung an (z. B. BWA_KURZ), die Sie frei umbauen; Aufruf über „Vorschau“ oder den Export mit dem Namen. GUV und BWA selbst lassen sich nicht löschen.
Änderungen am Aufbau wirken sofort auf GuV, BWA, Berichtspakete und Rating - die Buchungen und Konten bleiben unverändert. Vor größeren Umbauten die Auswertung kopieren und an der Kopie arbeiten.

26.5 Belegbild an der Buchung

Buchungserfassung mit Belegbild: Datei anhängen, Vorschau rechts
Buchungserfassung: Buchung in der Liste anklicken, rechts den Beleg anhängen - die Vorschau zeigt PDF oder Bild direkt neben der Erfassung.
ElementBedeutung
Buchung anklickenWählt die Buchung für die Belegbild-Karte (Klick auf die Zeile, nicht auf die Knöpfe).
Datei auswählen, AnhängenPDF oder Bild (JPG, PNG, GIF, TIF, bis 20 MB) wird beim Mandanten abgelegt und mit der Buchung verknüpft. Mehrere Belege je Buchung sind möglich.
oder Beleg-Nr.Statt einer Datei die interne Nummer eines Belegs aus der Warenwirtschaft hinterlegen.
Liste, Vorschau, ×Angehängte Belege mit Datum; Klick zeigt die Vorschau, × entfernt den Beleg (Datei wird gelöscht).

26.6 Manuelle Saldenvorträge

Saldenvorträge: Konto, Soll, Haben erfassen; Summenkontrolle; Eröffnungswerte bilden
Saldenvorträge für das Wirtschaftsjahr: Summen Soll/Haben mit Differenzkontrolle, Erfassung je Konto, Liste und „Eröffnungswerte bilden“.

Beim Start der Finanzbuchhaltung oder bei der Übernahme aus einem anderen Programm erfassen Sie die Eröffnungswerte von Hand: je Bestands- oder Personenkonto eine Zeile mit Soll (Aktiva) oder Haben (Passiva). Die Summen müssen gleich sein. „Eröffnungswerte bilden“ erzeugt daraus - zusammen mit offenen Posten und Bank-/Kassenbeständen zum Stichtag - den Eröffnungsstapel des Jahres; ein vorhandener Eröffnungsstapel wird ersetzt. Beim Jahreswechsel innerhalb von Hanware brauchen Sie diese Seite nicht: Der Saldovortrag entsteht automatisch.

26.7 Konto-Assistent

Konto-Assistent: Bezeichnung, Kategorie, Steuerschlüssel, UStVA-Kennzahl, GuV-Zuordnung, Budget
Konto-Assistent: alles zu einem Konto in einer Maske - erreichbar aus dem Kontoblatt.
FeldBedeutung
Konto öffnenKontonummer eingeben oder im Kontoblatt auf „Konto-Assistent“ klicken. Kennzahlen: Saldo des Jahres, festgeschriebene Buchungen, Kontenrahmen.
Bezeichnung, Kategorie, UnterartKategorie = Bilanz-/GuV-Bereich (nach festgeschriebenen Buchungen gesperrt), Unterart verfeinert die Zuordnung.
Steuerschlüssel (Vorgabe)Gilt beim Buchen ohne Steuerschlüssel und für die USt-Prüfung („Konto mit Steuervorgabe“).
UStVA-KennzahlKennzahl der Voranmeldung; leer = Zuordnung über den Steuersatz.
GuV-/BWA-ZuordnungDer GuV-Text, über den der Auswertungsaufbau das Konto in GuV, BWA, Kennzahlen und Rating einordnet.
Budget (Jahreswert)Planwert des Kontos für das Jahr (nur Erfolgskonten) - derselbe Wert wie auf der Budget-Seite.